Geht immer: New York Cheesecake

New York Cheesecake TitleIhr wollt einen Kuchen, der im wahrsten Sinne des Wortes auf der Zunge zergeht aber dennoch ein knuspriges Highlight mitbringt? Ihr wollt einen Kuchen mit einem Grundrezept zum Verlieben, das man aber wie eine Leinwand immer wieder neu interpretieren kann? Ihr wollt einen Kuchen, der in seinen Zutaten wunderbar simpel ist? Dann ist der New York Cheesecake ein heißer Kandidat. Er  gehört zu meinen unangefochtenen Lieblingskuchen und lässt sich ganz einfach mit weiteren Zutaten verfeinern. Heute gibt es allerdings das Grundrezept, das ich natürlich längst auswendig kann. Ein New York Cheesecake kommt mit wenigen simplen Zutaten aus und kann sogar ganz ohne Küchenmaschine zubereitet werden. Das macht ihn zu einem sehr umgänglichen Kollegen, der auch ohne viel Ausstattung klar kommt. Was er allerdings erwartet, sind qualitativ hochwertige Zutaten und viel Zeit, den wenn man ihn stresst, wird er es euch nicht danken.

6 Tricks damit der New York Cheesecake garantiert gelingt

Wer hat auch schon einmal (oder zweimal oder dreimal) Cheesecake gebacken und es dann frustriert gelassen, weil er einfach nie so perfekt war, wie im Cheesecake Rezept? Ja, der New York Cheesecake kann einen trotz seiner simplen Zutaten und Zubereitung ganz schön aufs Korn nehmen: Dann hat man Risse in der Oberfläche, sie ist braungebrannt wie eine Mallorca-Rentner, hat vielleicht genauso eine schrumpelige Haut und ein eingefallenes Erscheinungsbild. Schuld sind drei Feinde, die dem New York Cheesecake Bäcker immer wieder Steine in den Weg zum perfekten Cake legen wollen: Luft, Hitze und Trockenheit, denn diese Antagonisten tun alles dafür, damit euer Cheesecake Risse bekommt oder in sich zusammenfällt. Wie ihr sie heldenhaft bekämpft und den perfekten New York Cheesecake auf den Tisch stellt, erfahrt ihr hier:

  • New York Cheesecake_3Wer langsam rührt ist länger glücklich. Hohe Rührgeschwindigkeiten arbeiten Luft in die Cheesecake Masse ein. Die Luft dehnt sich beim Backen aus und zieht sich beim Abkühlen wieder zusammen.Die dabei entstehenden Hohlräume können dafür sorgen, dass der Cheesecake reißt oder in sich zusammenfällt. Also: Die Rührgeschwindigkeit so gering wie möglich halten. Wer hat, geift statt eines Schneebesen-Aufsatzes besser zum Flachrührer eurer Küchenmaschine.
  • Shake it, shake it real good. Damit auch die letzten Blubberbläschen aus der Cheesecake Masse weichen, solltet ihr die Masse vor dem Backen noch einige Male in der Schüssel auf die Arbeitsplatte klopfen und ordentlich durchrütteln. So steigen die unerwünschten Luftblasen an die Oberfläche und die strukturelle Integrität eures New York Cheesecake ist nicht länger kompromittiert.
  • 170 Grad und es wird noch heißer …gilt vielleicht bei 95% aller Kuchen, doch der New York Cheesecake mag es lieber ein bisschen kühler: 150°C Ober-/Unterhitze sind ideal. Die niedrigere Backtemperatur sorgt ebenfalls dafür, dass die Oberfläche eures Cheesecakes so glatt und unberührt aussieht, wie frisch gefallener Schnee.
  • Sweat baby, sweat. Ihr geht gern in die Sauna? Der New York Cheesecake auch. Eine hohe Luftfeuchtigkeit im Backofen schützt vor bröseligen Ergebnissen, dunklen (oder gar schwarzen) Rändern und unschönen Rissen. Eine mit Wasser gefüllte Auflaufform, die beim Backen auf den Ofenboden gestellt wird, reicht dafür vollkommen aus.
  • Entspannter Cool Down. Im Gegensatz zum klassischen Saunagang mag der New York Cheesecake starke Temperaturstürze gar nicht. Während ihr euch von der Hitze ins eiskalte Kneippbecken stürzt, kommt der Leckerbissen lieber langsam runter. Schaltet am Ende der Backzeit den Ofen einfach aus, lasst die Tür aber noch eine Stunde geschlossen. Sinkt die Temperatur nur ganz allmählich, kann sich auch die Cheesecake Masse mit anpassen – Risse bleiben euch somit erspart.
  • Sleeping Beauty. auch der New York Cheesecake. Wer so ungeduldig ist wie ich manchmal, wird das Anschneiden nach dem Abkühlen schnell bereuen, denn dann hat der Cheesecake noch die Konsistenz eines Schwammes. Ohne Witz. Schmeckt gar nicht. Der Kuchen braucht mindestens vier Stunden, besser noch eine Nacht, im Kühlschrank, damit sich die Cheesecake Masse setzt und so wunderbar cremig wird, wie wir sie kennen und lieben.

Diese Tricks habe ich nach und nach für mich herausgefunden, seitdem halte ich mich immer daran. Egal, was für einen Cheesecake ich backe, ob es nun der klassische NY Cheesecake ist, ein Brownie Cheesecake, ein Matcha Cheesecake oder ein Pumpkin Cheesecake,  bislang sind sie immer gelungen.

New York Cheesecake_2

Das braucht’s für einen New York Cheesecake

…für den Boden

200 g Hobbit Vollkornkekse

60 g geschmolzene Butter

1 TL Salz

…für die Füllung

600 g Frischkäse

200 g Schmand

4 Eier

300 g Rohrzucker

Vanillemark

1 BIO Limette

 

New York Cheesecake: So wird’s gemacht

  1. Eine 26 cm Springform mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. 200 g Kekse fein zerbröseln (entweder mit einem Standmixer oder im Gefrierbeutel mit einem Nudelholz zerkleinern) und mit dem TL Salz mischen. Mit der geschmolzenen Butter vermischen.
  3. Die Keksmasse gleichmäßig in der Form verteilen und andrücken. Den Boden 10 Minuten im Ofen vorbacken. Sobald er fertig ist, nehmt ihr die Springform wieder heraus, stellt den Ofen auf 150°C ein und platziert eine mit Wasser gefüllte Auflaufform auf dem Ofenboden.
  4. Für die Cheesecake Masse wird die Limette wird heiß abgewaschen, trocken getupft und die Schale abgerieben. Den Saft auspressen und mit 1 TL Schale in eine große Schüssel geben.
  5. Fügt nun das Mark einer Vanilleschote, 600 g Frischkäse und 200 g Schmand hinzu und verrührt alles mit dem Flachrührer auf niedrigster Stufe.
  6. Nach und nach die 300 g Rohrzucker einrieseln lassen und die 4 Eier einrühren.
  7. Die Masse in die Springform gießen, ein bisschen rütteln nicht vergessen damit die Luftblasen herauskommen.
  8. Den New York Cheesecake jetzt 60 Minuten backen, danach den Ofen ausschalten und den Kuchen weitere 60 Minuten bei geschlossener Tür stehen lassen.
  9. Letztlich holt ihr den Kuchen aus dem Ofen, lasst ihn noch ein Stündchen oder zwei abkühlen und stellt ihn dann für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank.

Das war es auch schon. Am besten schmeckt der Leckerbissen gut gekühlt aus dem Kühlschrank. Lasst ihn euch auf der Zunge zergehen. Und auch wenn der klassische New York Cheesecake niemals langweilig wird, ist er die perfekte Grundlage, um ihn mit weiteren Leckerbissen zu verändern: Wie wäre es zum Beispiel mit frischen Himbeeren die vor dem Backen in den Teig gestreut werden oder mit geschmolzener Schokolade, die in die Cheesecake Masse gerührt wird? Dieser Klassiker ist die perfekte Leinwand für alle möglichen Experimente, also lasst eurer Phantasie freien Lauf.

In diesem Sinne: Keep on baking.

 

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2 Gedanken zu „Geht immer: New York Cheesecake

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