Donauwellen Cupcakes

Donauwellen Cupcakes

Kinners, ist das nicht ein feines Wetterchen da draußen? „Was macht sie dann drin?“, mögt ihr euch vielleicht jetzt fragen. Wisst ihr, ich war gestern den ganzen Tag draußen und habe neue Ecken entdeckt. Krefeld-Hüls zum Beispiel. Schön ists da. Heute wollte allerdings mal wieder meine Wohnung geputzt werden, die Wäsche gewaschen und der Abwasch gemacht werden. Ach ja, dann sollte ich den Hausflur nicht vergessen und morgen ist mal wieder eine Deadline, für die ich auch noch was tun muss. Wer erst das Vergnügen hat, hat dann Sonntags die Arbeit – es sei denn, man lässt sich von Donauwellen Cupcakes ablenken, die man ja „mal eben“ zwischendurch backen kann. Gedacht, getan. Schließlich haben sich auch meinen Arbeitskolleginnen im Büro diese Woche vorwurfsvoll darüber geäußert, dass ich ja schon ziemlich lange nichts Süßes mehr mitgebracht habe. Wenn das nicht die beste Prokrastinationsausrede ist, weiß ich auch nicht, schließlich bin ich dann ja sozial und so und tue was für andere Menschen. Hier sind sie nun, meine wunderbaren Donauwellen Cupcakes.

Donauwellen Cupcakes

Das braucht’s für 18 Donauwellen Cupcakes

…für den Teig

250 g weiche Butter

180 g Rohrzucker

5 Bio-Eier

350 g Mehl

2 gestr. TL Backpulver

1 Prise Salz

1 Vanillestange

100 ml Eierlikör

3 EL Kakao

1 Glas Sauerkirschen

…für die Creme

300 ml Milch

40 g Rohrzucker

1 Päckchen Vanillepuddingpulver

25 g Stärke

125 g weiche Butter

1 Vanilleschote

100 g Frischkäse

…für den Schokoguss

200 g Zartbitterschokolade

2 EL geschmacksneutrales Öl

Donauwellen Cupcakes 1

So wirds gemacht

  1. Vorbereitung: Lege ein Muffinblech (oder auch gleich zwei, wenn du hast) mit Cupcakeförmchen aus. Der Backofen wird auf 180° Ober-/Unterhitze vorgeheizt. Die Kirschen müssen abtropfen.
  2. Ich beginne mit der Creme, denn sie braucht später Zeit, zum Abkühlen. Dafür vermischt du das Vanillepuddingpulver mit den 300 ml kalter Milch und den 40 g Zucker. Bringe den Pudding nach Packungsanleitung zum Kochen. Währenddessen verrührst du die 25 g Stärke mit 2-3 EL Milch und gibst sie ebenfalls zum Pudding. Die Vanilleschote wird ausgekratzt und das Mark eingerührt. Sobald der Pudding angedickt ist, lässt du ihn abkühlen.
  3. Jetzt geht es an den Teig: Siebe die 350 g Mehl mit den 2 TL Backpulver und der Prise  Salz in eine Schüssel.
  4. Die 250 g Butter werden zusammen mit den 180 g Rohrzucker schaumig geschlagen, bis die Butter ganz fluffig ist. Schabe die Vanilleschote aus und gib das Mark mit hinein. Nun kommen nach und nach die 5 Eier hinzu. Warte, bis jedes Ei gut untergemengt ist, bevor du das nächste hinzu gibst.
  5. Jetzt löffelst du das Mehl hinein, immer abwechselnd mit den 100 ml Eierlikör.
  6. Den hellen Teig verteilst du in den Cupcakeförmchen, achte aber darauf, dass noch die 1/2 oder 1/3 des Teiges übrig sind.
  7. Zum Rest gibst du nun noch den Kakao und rührst ihn gut unter. Wird dir der Teig zu fest, kannst du noch 2-3 EL Milch oder Eierlikör zugeben.
  8. Verteile nun auch den dunklen Teig in den Förmchen.
  9. Drücke jeweils 3 Kirschen in den Teig von jedem Cupcake.
  10. Schiebe die Cupcakes ins untere Drittel in den Ofen. Dort sollten sie 20 Minuten backen. (Stäbchentest ab Minute 17). Hole die Cupcakes heraus und lasse sie auskühlen.
  11. Sobald der Pudding Raumtemperatur hat, schlägst Du die 125 g weiche Butter in einer Schüssel gut auf, sodass sie ganz weiß wird und wirklich keine Stückchen mehr drin sind. Gib jetzt den Pudding und die 100 g Frischkäse dazu und verrühre alles zu einer Creme.
  12. Fülle die Creme in einen Spritzbeutel und setze schöne Häubchen auf die ausgekühlten Cupcakes.
  13. Jetzt fehlt nur noch der Guss. Dafür schmilzt du die 200 g Zartbitterschokolade zusammen mit den 2 EL Öl. Sobald die Schokolade flüssig ist, kannst du sie über den Cupcakes verteilen. Ist die Schokolade fest, sind die Cupcakes fertig.

Donauwellen Cupcakes

Richtig gut schmecken die Donauwellen Cupcakes direkt aus dem Kühlschrank. Du kannst dich war sofort über sie her machen, doch wenn die Schokolade richtig schön knackig und die Creme fest und gut gekühlt ist, sind sie gleich noch ein bisschen besser. Gerade im bevorstehenden Sommer halten sie sich nicht nur länger, sondern sind dann auch nicht so schwer. Einen habe ich natürlich gleich nach dem Backen – äh, ich meine natürlich nach dem Fotografieren – verdrückt. Schließlich muss ich ja austesten, ob ich die Donauwellen Cupcakes morgen wirklich meinen Kolleginnen vorsetzen kann, nicht wahr? Da ich aber nur einen ungekühlten probiert habe, sollte ich vielleicht gleich noch einen von den kalten Donauwelle Cupcakes probieren. Nur, um auf Nummer Sicher zu gehen.

Keep on baking. Ich wünsch euch einen schönen Rest-Sonntag und einen guten Start in die neue Woche. May the cake be with you.

Donauwellen Cupcakes

Ein süßer Kuß zum Muttertag: Rhabarber Bars mit Kokosbaiser

Rhabarber Bars zum MuttertagAm Sonntag ist Muttertag. Also heute. Die bei den vielen Blogposts und Instagram Bildern zu diesem Thema kann man ihn ja gar nicht vergessen. Das ist auch gut so, denn so hatte ich genügend Zeit, mir zu überlegen, was meine Mutti denn wohl gern zum Muttertag hätte. Und da es irgendwie seltsam wäre, wenn ihre backverrückte Tochter mit gekaufter Schokolade antanzt, habe ich den Backofen angeworfen. Naja, antanzen ist übrigens nicht, am Samstag habe ich mir mein Tattoo auf dem Fuß nachstechen lassen und nun ist im wahrsten Sinne des Wortes Füße stillhalten angesagt. Ein Besuch bei Muttern muss dann entfallen. Nichtsdestotrotz habe ich zum Muttertag gebacken, etwas, das sich auch gut mit der Post verschicken lässt. Unempfindlich und relativ lang haltbar ist da die Premisse. Geworden sind es köstliche Rhabarber Bars, die eigentlich erst Rhabarber Kokos Schnittchen heißen sollten, aber es macht so viel Spaß, Rhabarber Bars zu sagen. Obendrauf glänzen sie  mit einem innen cremigem, außen knusprigen Kokosbaiser. Fruchtig, süß, sauern, weich, cremig, knusprig – alles mit dabei! Richtig gut werden die Rhabarber Bars übrigens, wenn man kurz vor dem Servieren ein paar Spritzer frischen Limettensaft darauf träufelt.

Meine Backform misst übrigens ca. 20×30 cm, wer etwas Größeres hat, sollte wohl dementsprechend die Zutatenmengen anpassen.

Rhabarber Bars zum Muttertag

Das brauchts für Rhabarber Bars

…für den Boden

50 g Butter

250 g Mehl

1/2 TL Backpulver

75 g Zucker

3 Eigelb

1-2 EL Wasser

4 EL Speisestärke

…für das Rhabarberkompott

1 kg Rhabarber

100 g Zucker

50 g Butter

…für das Kokosbaiser

3 Eiweiß

125 g Zucker

1 Prise Salz

1 Spritzer Zitronensaft

150 g Kokosraspeln

etwas Mark von Bourbonvanille

Rhabarber Bars zum Muttertag

So wirds gemacht

  1. Da das Rhabarberkompott etwas braucht, mache ich es zuerst. Dafür wird der Rhabarber geschält und in 2-3 cm große Stücke geschnitten. Zusammen mit 100 g Zucker, 50 g Butter wandern sie nun in einen Topf und köcheln dort vor sich hin. Zwischendurch umrühren, bis die Flüssigkeit soweit verdampft ist, dass eine kompottartige Konsistenz erreicht ist. Um den Vorgang etwas zu beschleunigen, vermische ich noch 1-2 EL Wasser mit 4 EL Speisestärke und rühre sie unter das Kompott, das sollte es etwas andicken. Sobald das Kompott fertig ist, sollte es möglichst vollständig auskühlen.
  2. Für den Boden wird das Backblech mit Backpapier ausgelegt. Die 200 g Mehl, 1/2 Backpulver, etwas Salz und die 75 g  Zucker werden in eine Schüssel gesiebt und die 50 g Butter in Flocken dazu gegeben. Nun wird der Teig mit dem Knethaken vermengt, bis er ganz bröselig ist. Die Eigelb werden mit einem EL Wasser vermischt und dann zum Teig gegeben. Nun wird der Teig schnell zu einer homogenen Masse verknetet.  In Frischhaltefolie wickeln und 15 Minuten ins Eisfach legen.
  3. Backofen vorheizen: 180° C Ober-/Unterhitze.
  4. Den Boden etwa 2-3 mm dick ausrollen. Ich lege ihn dafür zwischen zwei Blätter Backpapier oder zwischen Frischhaltefolie. Ins Blech legen, mit einer Gabel einstechen und 12-15 Minuten backen. Danach die Ofentemperatur auf 150° reduzieren.
  5. Nun kommt das Kokosbaiser an die Reihe. Dafür wird ein heißes Wasserbad vorbereitet, über das die Arbeitsschüssel gut passt. Nun werden die 3 Eiweiß (die recht kalt sein sollten) zusammen mit einer Prise Salz steif geschlagen und dann über das Wasserbad gestellt. Weiter schlagen und langsam den Zucker einrieseln lassen. Einen kleinen Spritzer Zitronensaft zugeben.
  6. Den Eischnee vom Wasserbad nehmen und vorsichtig und schnell die 200 Kokosflocken unterheben. Es sollte nicht allzu sehr in sich zusammenfallen.
  7. Den vorgebackenen Boden zuerst mit dem Rhabarberkompott bestreichen, dann das Kokosbaiser darauf verteilen. Im Backofen auf unterster Schiene etwa 30 Minuten backen.
  8. Nach dem Auskühlen in Stücke schneiden und fertig sind die Rhabarber Bars!

Jetzt heißt es nur noch Vorkosten (man nennt es auch: Ausrede zum Naschen) und den Rest habe ich transportsicher verpackt und in die liebevollen Hände der Post übergeben. Dann wollen wir mal hoffen, dass es das süße Päckchen rechtzeitig nach Beckstown schafft, sodass Mutti sich heute über süße Begleitung zum Nachmittagskäffchen freuen kann.

Rhabarber Bars zum Muttertag

Mamma Mia! Eine süße Brownie Pizza, ein Award und eine zickige Kamera

Oh Du süße Brownie Pizza Neulich wollte ich backen. An sich keine Überraschung, schließlich will ich eigentlich immer backen. Kann ich nur nicht, denn auf der Arbeit backe ich nicht. Schade eigentlich. Doch zurück zum Thema: Ich wollte backen, etwas einfaches, etwas leckeres, etwas schokoladiges und etwas fruchtiges. Etwas, das statt 0-8-15 auch ein bisschen witzig ist. Da klingelte es in meinem Hinterkopf, denn vor langer, langer Zeit – als ich noch brav den Anleitungen von Backmischungen gefolgt bin – habe ich mal eine Brownie Pizza gemacht. Die war cool und Mr.J. hat sie geliebt. Dann habe ich mich von meiner Entdeckung von Cupcakes ablenken lassen und die Brownie Pizza geriet bei der ganzen Aufregung in Vergessenheit. Ganz unverdient eigentlich, denn sie ein echter Hingucker und die Liaison aus Schokolade und Früchten, aus saftig, cremig und knackig macht sie zu einem abwechslungsreichen Kuchen – und einem, der simpel und recht schnell gemacht ist, auch wenn man es im ersten Moment vielleicht gar nicht so vermuten mag. Und noch ein Vorteil hat die Brownie Pizza: Wie das Original lässt sie jede Menge Freiraum, was den Belag angeht. Im Grunde lässt sich jedes Obst auf ihr verteilen, die Hauptsache ist, dass sie schmeckt und wunderbar bunt wird. Auch was die Soßen und die Knusperstückchen angeht, hat man recht freie Wahl. Ich habe zu güldenem Karamell gegriffen, doch Schoko-, Erdbeer- oder Amarenasoße wären auch eine denkbare Alternative. Den Knusperauftrag hatten bei mir zerkrümelte Nuss-Cookies, natürlich würden Krokant, Amarettini oder Baiser da problemlos mithalten können. Brownie Pizza für alle! Während das Backen ganz geschmeidig von Statten ging, hatten meine Kamera und ich eine kleine Ehekrise. Oder besser gesagt, meine SD-Karte und ich. Die wollte nämlich nicht. Ersatz? Hab ich, ist ja klar – nur gerade nicht auffindbar. Auch klar, irgendwie. Ebenso, wie die Tatsache, dass Sonntag war und das Licht langsam aber sicher Abschied nahm – viel Zeit für Reperaturrecherche blieb mir da nicht. Also musste die betagte Kamera meines smarten Mobiltelefones ran, die mit meiner Nikon D90 natürlich vorne und hinten nicht mithalten kann – Sorry, Handykamera. Ich hoffe also, ihr verzeiht mir die Auflösung der Bilder. Inzwischen hab ich meine SD-Karte natürlich wieder zum Laufen gekriegt. Sweet Brownie Pizza Ich benutze für die Brownie Pizza mein recht flaches und großes Pizzablech, man kann natürlich auch ein ganz normales Ofenblech oder eine Springform benutzen. Je nach dem sollte natürlich die Zutatenmenge angepasst werden. Wichtig ist, dass der Boden nicht zu dick ist – wie bei einer richtigen Pizza eben auch. Für die Creme habe ich als Basis ein Cream Cheese Frosting genommen, es mit etwas Joghurt aber noch abgemildert, denn der Brownie Boden ist bereits recht intensiv und süß, wenn dann noch süße Früchte, Schokostreusel und Karamell dazu kommen, ist eine abmilderne und frische Komponente vielleicht ganz gut. Schmackofatz Brownie Pizza

Das brauchts für eine Brownie Pizza

…für den Brownie Boden

130 g Mehl

1/2 TL Backpulver

1/2 TL Salz

115 g Butter

115 g Zartbitter-Schokolade

200 g Rohrzucker

3 Bio-Eier

2 cl Espresso

5 g Vanille (Mark oder Aroma)

…für die Creme

100 g weiche Butter

 100 g Puderzucker

1 EL Zitronensaft

100 g Joghurt

200 g Frischkäse Frischkäse

…für den Belag

Beeren, Banane, Mango, Kiwi, Physalis…

Karamell-, Schoko-, Erdbeer- oder Amarenasoße

Krokant, Cookies, Knusperschokokügelchen…

So wirds gemacht

  1. Den Boden der Backform mit Backpapier auslegen, die Ränder einfetten.  Den Ofen auf 175°C vorheizen. 130 g Mehl, je 1/2 TL Backpulver und Salz in eine Schüssel sieben.
  2. Die 115 g Butter und die 115 g Schokolade in einer großen, hitzebeständigen Schüssel über einem Wasserbad schmelzen. Von der Hitze ziehen, den Zucker einstreuen und auf mit der Küchenmaschine auf mittlerer Stufe rühren, bis der Zucker geschmolzen ist. Nach und nach die 3 Eier zugeben, bis sie in den Teig eingearbeitet sind.  Die Vanille und den Espresso zugeben und für weitere drei Minuten schlagen. Anschließend das Mehl in drei Portionen zu der Masse geben und jeweils nur kurz unterrühren.
  3. Die Masse in die Backform geben und für ca. 25 Minuten backen, so dass der Teig an den Rändern fest wird, in der Mitte eine puddingähnliche Konsistenz hat.
  4. Während der Boden abkühlt, wird die Creme vorbereiten und das Obst klein geschnitten. Für die Creme sollte die Butter schön weich sein. Die 100 g Butter werden mit den 100 g gesiebten Puderzucker in eine Schüssel gegeben und für 3-4 Minuten schaumig geschlagen.
  5. Zitronensaft, 100 g Joghurt und 200 g Frischkäse einrühren. Dann die Creme auf dem Boden verstreichen.
  6. Obst, Soße und zerkrümelte Cookies / Krokant darauf verteilen.
  7. Bis zum Servieren kühl stellen.

Mamma Mia - Brownie Pizza

♥ Ein Liebster Blog Award für Eat and Feast ♥

Für die Brownie Pizza gab es allerdings noch einen anderen Anlass außer die reine Lust am Backen. Das liebe die FortuneCookie hat mich für den Liebsten Blog Award nominert und ich freue mich natürlich immer sehr über solche „Liebesbekundungen“. Meine 11 Fragen habe ich auch brav beantwortet, ihr findet sie ein Stückchen weiter unten. Ich möchte dem guten Beispiel des FotuneCookies folgen und sagen, dass sich hier niemand genötigt fühlen soll, dem Kettenbriefcharakter des Awards zwingend Folge zu leisten. Betrachtet ihn auch ruhig blos als kleinen Liebesbeweis für Euren schönen Blog und als Dank für die viele Mühe, die ihr in eure Beiträge steckt. Wer möchte, beantwortet die 11 Fragen, die ich mir für euch ausgedacht habe. Auch die Regel, dass die nominierten Blogs weniger als 200 Follower haben dürfen, mißachte ich jetzt einfach mal, denn oft genug kann man die genaue Zahl der Leserschaft ohnehin nicht ausmachen. Für alle, die mit dem Liebster Blog Award noch nicht so vertraut sind, kommen hier noch einmal kurz die Regeln (die ich eher als Guidelines betrachte):

1. Danke der Person, die dich nominiert hat und verlinke diese auf deinem Beitrag

2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt

3. Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für diesen Award, welche weniger als 200 Follower haben

4. Benachrichtige die Nominierten

5. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen liebster blog award Jetzt aber erstmal zu den Fragen, die das FortuneCookie für mich hatte:

1. Wie lange sitzt Du so an einem Blogbeitrag? Ach ja, diese Blogbeiträge. Ich habe unglaublich viel Spaß am Backen und daran, meine Ofenstücke hinterher zu arrangieren und zu fotografieren. Ich schreibe auch gern, sonst wäre ich wohl kaum Redakteurin geworden. Doch ich mache alles drei exzessiv und mit einem Hang zum Perfektionismus, der mich manchmal in den Wahnsinn treibt. Zusammengerechnet kostet mich ein Blogbeitrag wahrscheinlich einen kompletten Arbeitstag – zwei bis drei Stunden backen, bis die Fotos im Kasten sind vergeht mit Sicherheit mindestens eine Stunde und die Bearbeitung kann gut und gern drei in Anspruch nehmen. Dann fehlt noch der Text- nochmal mindestens eine Stunde, je nach dem. Zack, schon sind sieben bis neun Stunden verstrichen, ehe ein Beitrag online ist. Gern würde ich wie andere Foodblogger drei bis vier Beiträge im Monat veröffentlichen, aber mit einer 40-Stunden Woche, Sport und einer Wochenendbeziehung klappt das einfach nicht – momentan bin ich froh, wenn ich einen pro Monat schaffe.

2. Was ist Dein Lieblingsrezept? Uhhh, schwierige Frage. Es gibt so viele leckere Dinge. Viel zu viele. Wenn ich davon ausgehe, wie oft ich ein bestimmtes Rezept mache, dann sind es wahrscheinlich meine Pancakes, die mache ich fast jedes Wochenende. Mal mit Blaubeeren, mal mit Bananen (wie im Rezept), mal mit Schokostückchen, mal mit Matcha Pulver… Ein Wochenende ist nur mit Pancakes ein richtiges Wochenende 😉

3. Mit was fotografierst Du die Bilder für Deinen Blog? Ich bin stolze Besitzerin einer Nikon D90, die ich vor einiger Zeit von meinem Papa geschenkt bekommen habe. Der fotografiert noch viel mehr als ich und hat sich ein Upgrade gegönnt – ich durfte dann seine „Alte“ haben. An für sich kommen meine Kamera und ich recht gut miteinander aus, ich bin bei weitem aber kein Profi in Sachen digitaler Spiegelreflexkameras, weswegen mir das gute Stück manchmal auf der Nase rumtanzt. Meine Handykamer lässt sie natürlich meilenweilt hinter sich, die Bilder sind einfach klasse und haben eine mega Auflösug.

4. Welche Tipps hast Du für Neulinge in der Blogwelt? Mein Blog ist inzwischen zwar schon zwei Jahre alt, trotzdem fühle mich mich selbst auch eher noch wie ein Neuling denn wie ein alter Hase in der Blogwelt. Welche Tipps ich habe? Schreibt, wofür ihr Euch interessiert und schreibt, wie es für Euch natürlich ist. SEO-optimierte Texte sind vielleicht nett fürs Google-Ranking, doch ein Leser merkt schnell, wenn man nicht mehr für ihn, sondern für Google schreibt. Bleib authentisch und hab Spaß am Bloggen.

5. Ernährst Du Dich nach einer bestimmten Diät? (zB. Low Carb, Low Fat, vegan, …) Wenn ja, warum? Im Grunde ist ja jede Form der Nahrungsaufnahme eine Diät. Im klassischen Sinne würde ich allerdings nicht sagen, dass ich irgendeiner Diät hinterher hechel. Ich habe noch nicht einmal eine Waage und ich esse einfach viel zu gern. Kalorien zählen habe ich noch nie gemacht und werde ich auch nie tun. Der Aufwand für eine „perfekte“ Figur ist mir den „Nutzen“ einfach nicht wert. Worauf ich allerdings viel Wert lege, ist dass mein Essen möglichst frei von chemischen Zusätzen ist. Wenn ich auf einer Verpackung eine ellenlange Liste abstrakter Zusatzstoffe entdecke, bleibt sie liegen. Übrigens auch, wenn sich unter verschiedensten Decknamen viel zu viel Zucker in mein Essen schummeln will. Damit sind natürlich auch die meisten Fertigprodukte raus, aber ich koche und backe ja ohnehin lieber selbst. Generell esse ich viel Gemüse, unter der Woche ernähre ich mich fast schon rein vegetarisch – das noch nicht mal mit Absicht, es passiert einfach. Wenn ich abends um 21 Uhr vom Sport komme, muss es schnell gehen, da mache ich meist eine knackige Gemüsepfanne oder ein Brot mit Ei.

6. Was ist Dein wichtigstes Küchenutensil? Ganz klar – Sir Mixalot. Meine lila KitchenAid.

7. Wie sieht bei Dir ein typisches Mittagessen aus? Eigentlich esse ich mein Mittagessen auf denkbar ungesunde Weise – während der Arbeit, vor dem Laptop. Vielleicht wäre daas anders, wenn wir auf der Arbeit ein Räumchen hätte, wo man (mehr oder weniger) gemütlich Essen könnte. Haben wir aber nicht. Meistens verputze ich dann die Reste vom Abendessen oder Joghurt mit Müsli und Früchten, manchmal auch Mikrowellen-YumYum mit gaaanz viel extra Gemüse. Zum Glück kann ich mich meistens davon abhalten, bei den vielen Cafes rund um meinen Arbeitsplatz leckere (auf die Dauer aber eben auch teure) Bagels, Salate oder Suppen zu kaufen.

8. Wie stehst Du zu Fertigprodukten? Kommen mir in der Regel nicht ins Haus. Die einzige Ausnahme sind YumYum-Instantnudeln, die ich gern als Basis für etwas ausladendere Suppen benutze. Die werden dann nämlich mit knackigem Gemüse, Ei, Fleisch, Tofu und Koriander aufgepeppt. Meistens läuft es mir bei Fertigprodukten schon kalt den Rücken runter, wenn ich mir nur die Zutatenliste anschaue. Wenn mal etwas mit ein bisschen mehr Fett daher kommt, finde ich das nicht so schlimm. Wenn mein Essen allerdings voller Chemie, fünf Sorten Zucker steckt und unnatürlich lang haltbar ist, bin ich raus.

9. Was isst Du überhaupt nicht oder nicht gerne? Neben Fertigprodukten bin ich kein großer Freund von roter Beete. Die Farbe ist der Hammer, wenn mein Essen aber nach Blumenerde schmeckt. finde ich das absolut nicht cool. Alles Andere ist mehr oder weniger ok – bei Kümmel kann es manchmal noch kritisch werden und Orangeat, Zitronat und Cocktailkirschen sind auch nicht meine Welt.

10.Hast Du ein Vorbild beim Kochen/ Backen? Mal so mal so. Es gibt so ein paar Menschen, denen ich gern beim Kochen und Backen zuschaue, einen Dauerhelden habe ich allerdings nicht. Ich würde eher sage, dass ich ein paar Vorbilder unter den Foodbloggern habe, die ich nicht nur für ihre tollen Rezepte bewundere, sondern auch für wunderschöne Bilder, liebevolle Texte und die Zeit, die sie in ihre Blogs investieren.

11. Machst Du Sport, wenn ja welchen? Ich bin ein kleiner Sportfanatiker. Am liebsten würde ich den ganzen Tag Sport machen – morgens, mittags und abends, nur unterbrochen von Backen und Essen. Vielleicht nicht jedermanns Sache, ich finds geil. Einer meiner größten Urlaubsträume: einen Monat Muay Thai Camp in Thailand. Wie awesome wäre das bitte? Das Land, der Sport, das Essen. Ihr ahnt es vielleicht schon, der Sport, der mich fast jeden Feierabend schwitzend und barfuß auf Gummimatten verbringen lässt, ist Kickboxen. Es ist einfach unglaublich, wie fit einen dieser Sport macht. Mal ganz abgesehen davon, dass man mit einem ganz anderen Selbsbewusstsein und einem beruhigendem Sicherheitsgefühl durch die Welt spatziert. Ganz nebenbei war ich wahrscheinlich noch nie so ausgeglichen.Ich bin zwar erst seit einem Jahr dabei, werde es aber wohl niemals wieder aufgeben.

Trommelwirbel bitte – hier kommen die Nominierten

11 Blogs sollen es sein – dann wollen wir mal. Komme ich auf elf? Ich weiß es nicht. Vielleicht werden es mehr, vielleicht weniger. Ich möchte hier nichts übers Knie brechen. Wie auch immer, hier kommen meine Lieblinge, die ich immer wieder gern lese. Bitte denkt dran, dass sich hier niemand gezwungen fühlen soll. Wenn ihr wollt, freut euch einfach über das Lob und belasst es dabei.

Madame Tam Tam – Dieser Blog… wunderschön. Bei jedem neuen Post bin ich wieder hals über Kopf verliebt in diese tollen Fotos, Madame Tam Tam hat einfach ein beneidenswertes Händchen für ästhetische Bilder.

Cooking Around The World – Ich freue mich immer über neue Inspirationen und probiere mich gern durch unterschiedlichste Küchen. Cooking Around The World macht nicht nur Lust aufs Essen und Reisen, sondern auch darauf, immer wieder Neues auszuprobieren.

Der kleine Kuriositätenladen von Steph bringt mich immer zum Stöbern. Abwechslungsreiche Rezepte stoßen auf liebevolle Fotos und ein tolles Blogdesign.

Frau A. kocht und ich schaue ihr dabei gern über die digitale Schulter, denn hier finde ich immer mal wieder. Kombinationen, auf die ich selbst nie gekommen wäre.

Verweilen im House No. 15 ist immer ein schöner Zeitvertreib.

Tanjas Rock and Owl Blog, deren Vereinigung von Backen und Rock and Roll immer wieder Spaß macht.

  1. Was gefällt Dir am Bloggen am besten und was gar nicht?
  2. Kochst oder backst Du lieber?
  3. Haben Deine Küchengeräte lustige Namen?
  4. Warst Du schon einmal bei einem Bloggertreffen oder hast an Bloggerworkshops teilgenommen?
  5. Hast Du bereits Erfahrungen mit Blogkooperationen gesammelt? Wenn ja, hast Du Tipps für andere Blogger?
  6. Hast Du schon einmal andere Blogger „live“ getroffen?
  7. Was ist das größte Missgeschick, das nie zu einem Blogbeitrag wurde?
  8. Verdienst Du Geld mit Deinem Blog oder hast vor, das einmal zu tun? Wenn ja, wie stellst Du das an?
  9. Welches Gericht möchtest Du unbedingt einmal probieren, bist bisher aber einfach noch nicht dazu gekommen?
  10. Hat sich Dein Ernährungsverhalten geändert, seit Du mit dem Bloggen angefangen hast?
  11. …und zu guter Letzt: Welches Nahrungsmittel ist Deine größte Schwäche?

Donuts Galore

Delicious Donuts

Donuts, Donuts, Donuts, wohin ich auch blicke, sehe ich im Moment nur eines: Donuts! Die Lecker Bakery hat sie, der Bäcker hat sie und die Donuts Shops sowieso. Selbst auf der Arbeit scheinen sie mich zu verfolgen und wie könnten sie einem auch nicht ins Auge springen mit ihren kunterbunten Glasuren und Zuckerstreuseln? Da gerät selbst Ostern in Vergessenheit, doch wer sagt, dass man Donuts nicht auch zum Fest vernaschen kann?! Selbstgemachte Donuts, das wär schon was, aber seit ich vor einigen Jahren einen Topf Frittieröl hab in Flammen aufgehen lassen, bin ich der ganzen Sache mit dem heißen Fett nicht mehr so zugetan. Aber… Donuts! Offensichtlich haben die Zuckerkringel meine Abwägungen gewonnen: Weicher, fluffiger Hefeteig mit einer knackigen Glasur hat eben so einiges für sich und ich konnte einfach nicht widerstehen. Wie gut, dass sich da noch ein Saturn-Gutschein in meiner Schublade flätzte, der beim Umzug bei meinem Telefonanbieter rausgesprungen ist. Den habe ich dann eingetauscht gegen eine Fritteuse, das jüngste Mitglied meiner Küchenparade. Also habe ich den Sonntag damit verbracht, geduldig auf den Hefeteig zu warten und endlich meine eigenen Donuts zu zaubern. Frisch aus der Fritteuse waren sie mit das Beste, was ich jemals gegessen habe.

Sweet Table mal anders

Das Rezept für meine Donuts habe ich übrigens ausnahmsweise nicht aus der Lecker Bakery, auch wenn sie im Grunde beim Frittieren live mit dabei war. Für amerikanische Leckereien nehme ich am liebsten amerikanische Rezepte, und nach einigem Suchen bin ich auf ein Rezept von allrecipes.com gestoßen, das selbst Blogger in den Himmel lobten und nichts dran verändert haben. Wenn das kein gutes Zeichen ist. Ich habe das Rezept letztlich an deutsche Backgewohnheiten angepasst und Cups und Ounces auf Gramm und Milliliter umgerechnet, ein bissche Auf- und Abrunden inklusive. Ganz dran gehalten habe ich mich dann allerdings auch nicht, das Originalrezept verlangt nach Trockenhefe, ich hatte nur einen frischen Würfel im Kühlschrank. Die Butter habe ich verflüssigt und dafür das Wasser weggelassen und etwas an der Milch gespart. Warum? Weil ich es einfach nicht lassen kann, an Rezepten herumzudoktorn.

Weich, fluffig, köstlich: Donuts

Ich hatte also das Rezept, die Zutaten und nach etwas gemächlichem rumgerühre (war ja schließlich Sonntag) ging der Hefeteig langsam im kuschelig warmen Bad vor sich hin, während ich mit einem Käffchen auf dem Sofa lümmelte und Supernatural schaute. Diesmal wirklich nur eine Folge, denn die Donuts warteten ja auf mich. Nachdem der Teig dann ausgerollt war, fiel mir erst einmal aus, dass ich keinen Donut Cutter besitze. Warum ich mich nicht vorher gefragt habe, wie ich die Dinger aussteche, ist mir ein Rätsel. Doch wie sagte meine Arbeitskollegin früher immer?! „Man kann ruhig dumm sein, man muss sich nur zu helfen wissen“. Gewusst, getan. Die guten, alten Ikea.Gläser haben den perfekten Durchmesser für Donuts. Doch das Loch, das Loch… womit steche ich bloß das Loch aus?! Ich bin bestimmt zehn Minuten durch meine kleine Wohnung getigert (zehn Minuten sind ganz schön viel, wenn man meine zwei Zimmerchen kennt). Shotgläser hab ich natürlich nicht und die weiten Öffnungen meiner Spritztüllen waren mir dann doch zu klein. Letztlich habe ich einen Deckel gefunden, der mich zufrieden gestellt hat und endlich wurden meine Donuts zu Donuts.

Doch ich spanne Euch nicht weiter auf die Folter, hier kommt das Rezept für mein neues Lieblingsgebäck!

Das brauchts für etwa 24 Donuts

…für den Teig

1 Würfel Hefe

350 ml Milch

100 g Zucker

1 TL Salz

2 Eier

75 g Butter

800 g Mehl

2-3 Liter Öl zum Frittieren

 

…für die Glaze

100 g Butter

400 g Puderzucker

Vanillearoma

2-3 EL heißes Wasser

 

So wirds gemacht

  1. Als erstes die 350 ml Milch in einem Topf leicht erwärmen, bis sie lauwarm ist. Eine halbe Tasse abnehmen und einen EL Mehl sowie einen TL Zucker hineinrühren. Den Hefewürfel in die Tasse bröseln und so lange verrühren, bis sie sich aufgelöst hat.
  2. Die 75 g Butter zur verbleibenden Milch in den Topf geben und so lange erwärmen, bis sich die Butter aufgelöst hat.
  3. 400 g Mehl mit dem Salz vermischen. In eine große Schüssel geben und eine Mulde in die Mitte drücken. Die zwei Eier, 100 g Zucker und die Hefemilch hineingießen und mit dem Knethaken der Küchenmaschine verkneten.
  4. Nach und nach abwechselnd die restlichen 400 g Mehl und die Butter-Milch zum Teig geben. So lange verkneten, bis der Teig sich vom Schüsselrand löst und richtig schön geschmeidig geworden ist. Ich knete ihn dann noch ein paar Minuten von Hand auf der Abreitsplatte weiter.
  5. Den Teig leicht bemehlen, in die Schüssel zurücklegen, mit einem Küchentuch bedecken und eine gute Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
  6. Jetzt ist es endlich soweit: den Teig gut 1,5 cm dick ausrollen und Donut Rohlinge ausstechen. Die Rohlinge (und die ausgestochenen „Löcher“) auf ein Backblech legen, wieder abdecken und noch einmal 30 min. gehen lassen.
  7. In der Zwischenzeit die Glaze vorbereiten. Dazu die 100 g Butter zusammen mit der Vanille in einem kleinen Topf schmelzen, dann den (vorher gesiebten) Puderzucker einrühren. Heißes Wasser zugeben, bis die Glaze eine dickflüssige Konistenz hat, aber nicht mehr pastenartig ist.
  8. Das Frittieröl auf 170-180° erhitzen und die Donuts hineingleiten lassen. Das Frittieren geht recht schnell, nach nur etwa einer Minute können sie schon gewendet werden. Sind sie von beiden Seiten goldbraun, werden sie abgeschöft und kühlen auf einem Kuchengitter ab.
  9. Solange sie noch warm sind, werden sie mit einer Seite in die Glaze gelegt und kommen anschließend zum Trocknen auf ein Gitter.
  10. Wenn noch Zuckerstreusel oder Schokoraspeln auf die Donuts sollen, dann ist am besten, bevor die Glaze abgekühlt und ausgehärtet ist.

Donuts Tower

Die Glaze für die Donuts habe ich übrigens in drei Portionen aufgeteilt und zwei von ihnen mit pürierten Früchten gemischt und mit etwas mehr Puderzucker angedickt. So hatte ich neben den Vanilla Glaze Donuts auch knallpinke Donuts mit einer Himbeer Glasur und ein paar mit einem süßen Mantel aus Mango. Die Himbeer Glazed Donuts waren köstlich, der Geschmack der Beeren kam richtig schön durch und die Farbe war einmalig. Von der Mango Glaze war ich allerdings nicht so angetan, vielleicht hat die Frucht einfach nicht genug Eigengeschmack, wer weiß. Einige der Kringel habe ich einfach nach dem Frittieren in ganz normalen Zucker gewälzt, funktioniert auch wunderbar. Hätte ich noch Schokolade im Haus gehabt, hätten einige Donuts auch noch einen knackigen Zartbitter-Überzug bekommen, beim nächsten Mal denke ich auf jeden Fall dran!

Donuts gehören übrigens nicht zu dem Gebäck, das mit ein, zwei Tagen auf dem Buckel noch besser wird. Zumindest sind meine deutlich ausgetrocknet und recht fest geworden. Am besten sind Donuts, wenn sie ganz frisch sind, am besten noch leicht warm, mit einer Glaze, die noch nicht mal Zeit hatte, richtig fest zu werden. Dann sind sie die weichesten und fluffigsten Leckerbissen, die ich jemals gegessen hab. Raus aus der Fritteuse, abkühlen lassen, dass man sich nicht verbrennt und dann jede Zurückhaltung einfach mal in die Ecke stellen. Yum!

Knusper knusper Knäuspchen – zum Bloggeburtstag gibts Baklava

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Fast hätte ich ihn wieder verpasst, den zweiten Bloggeburtstag von Eat and Feast. Da habe ich ja gerade noch die Kurve gekriegt. Kaum zu glauben, dass mein kleines Onlinebaby schon zwei Jahre alt geworden ist. Am 25. Februar 2013 ging der erste Blogbeitrag online, mit einem Rezept, das bis heute zu meinen (und Mr.J.’s) unangefochtenen Lieblingen gehört und immer und immer wieder hervorgekramt wird: unglaublich saftige Guinness Schoko Cupcakes. Looooooove them! Doch zurück zum Thema:

♥ Happy Birthday, Eat and Feast! ♥

Normalerweise würde ich ja ein Ständchen trillern, doch das tue ich nur, wenn ich genau weiß, dass meine Stimme im Rest des laienhaften Geburtstagschors untergeht. In meinem Kopf summe ich gerade lauthals „Happy Birthday to you“, dabei sterben keine Pflanzen. Und damit die Party zu Eat and Feast’s zweitem Geburtstag auch mit süßen Leckereien zur richtigen Sause wird, schmeiße ich eine Runde Baklava für alle! Die knusprig-süßen, saftigen Bissen sind perfektes Party Fingerfood, nach dem man sich einfach die – nunja, Finger eben – leckt.

Baklava mit WalnüssenBaklava und ich, das ist so eine Sache. Früher, da war es eine ganz schön skeptische Sache. Als pubertierender Gegen-alles-Teenie waren Baklava gar nicht meins. Viel zu süß, viel zu feucht, viel zu klebrig, komische Konsistenz und überhaupt ist ja alles doof. Und heute? Heute bin ich Hals über Kopf verliebt in Baklava. Schuld daran ist eine kleine aber feine türkische Bäckerei namens Damla, die nicht weit entfernt von meinem neuen Hood und quasi direkt am Kölner Hauptbahnhof viel zu köstliche Naschereien anbietet. Mr. J. und ich haben dort schon so einiges an Hüftgold zugelegt und wenn ich so darüber nachdenke, sollte ich Damla mal einen ganz eigenen Blogbeitrag widmen. Aber nicht heute. Heute gibt es hausgemachte Baklava, die selbst mir als blutigen Baklava Anfänger doch recht (verzeiht mir das Eigenlob) gut gelungen sind. Naja, das Lob geht dabei auch eher an das Originalrezept, das wirklich einfach ist und einem zu Baklava Röllchen verhilft, die wunderbar luftig, zartblättrig, nussig und (das ist ganz wichtig) nicht zu süß und nicht zu feucht sind. Das beste an Baklava ist, dass ein Rezept ausreicht, um eine hungrige Partymeute zu versorgen. Kein Wunder, denn rechnet man das Gewicht der Zutaten einmal zusammen, kommt man auf fast zwei Kilogramm. Ich habe mich schon recht nah am Originalrezept bewegt, konnte aber ein paar Änderungen in Eigenregie nicht widerstehen und habe kurzerhand noch Vanille und Orangenöl hinzugefügt und ein bisschen an der Zutatenschraube für den Sirup gedreht. Den Baklava Teig habe ich im türkischen Supermarkt gekauft, für eine 500 Gramm Packung habe ich 2,50€ bezahlt. Bei der Auswahl habe ich auf die Empfehlungen des Originalrezepts vertraut und zum Baklava Teig von Baktat gegriffen.

Zum Verlieben: Baklava

Auf Los gehts los: Baklava, Party und ein Rezept zum Niewiederhergeben

Das brauchst für knapp zwei Kilogramm Baklava

 1 Packung Baklava Teig (500 g)

150 g Butter

200 ml Sonnenblumenöl

2 Päckchen Bourbon-Vanille Aroma

1 TL Orangenöl

400 g fein gehackte Nüsse / Mandeln / Pistazien

350 g Rohrzucker

400 ml Wasser

1 EL Zitronensaft

…und sonst

1 Backpinsel

1 Backblech

So wirds gemacht

  1.  Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen und mit dem Öl, dem Vanillearoma und dem Orangenöl vermischen.
  2. Die Baklava Teigblätter, die gehackten Nüsse und die Butter-Öl-Mischung bereit stellen. Die Backform dünn mit dem Fett auspinseln.
  3. Die Packung mit den Baklava Blättern öffnen und den Stapel Teigblätter einfach entrollen. Das oberste Blatt mit dem Fett bestreichen, anschließend mit den Nüssen bestreuen. Baklava Teig mit Fett bestrichen und mit Nüssen bestreut
  4. Schaut, welche Kantenlänge gut in eure Backform passt, von ihr aus wird der Teig dann vorsichtig aufgerollt. Legt die Rolle dann einfach am Kopfende des Stapels ab.
  5. Jetzt wir ein weiteres Blatt mit der Buttermischung bestrichen, allerdings kommen hier keine Nüsse drauf. Legt die erste Rolle auf die Kante des bestrichenen Blattes und rollt die Nussrolle in ihm ein.
  6. Die Rolle legt ihr in das Backblech. So geht es weiter, bis das Backblech voll und/oder der Teig alle ist. Die Rollen bestreicht ihr noch einmal mit der Buttermischung und schneidet mit einem scharfen Messer 4-5 cm lange Röllchen.Die Baklava vor dem Backen in der Form schneiden
  7. Den Ofen auf 180° vorheizen und die Baklava auf einer der unteren Schienen für etwa 40 Minuten backen.
  8. In der Zwischenzeit wird der Sirup vorbereitet. Wasser, Rohrzucker und Zitronensaft bis zum Ende der Backzeit auf kleiner Stufe vor sich hin köcheln lassen.
  9. Die Baklava aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen, dann mit einer Suppenkelle vorsichtig den Sirup darüber gießen. Ich bestreue sie dann nochmal mit den gehackten Nüssen.Baklava frisch aus dem Ofen
  10. Jetzt ist geduldiges Warten angesagt, denn die Baklava sollten gut auskühlen und Zeit haben, richtig gut durchzuziehen. Die letzten Baklava habe ich drei Tage nach dem Backen verputzt und selbst da waren sie noch wunderbar knusprig.

Mein Blech Baklava ist natürlich schon bis auf den letzten Walnusskrümel verputzt und es juckt mich jetzt schon in den Fingern, einen zweiten Anlauf zu starten und meine Familie für die anstehende Kohlfahrt am Wochenende mit Baklava zu versorgen. Beim nächsten Mal (das hoffentlich nicht mehr allzu lang hin ist) würde ich welche mit Pistazien ausprobieren, mhhhhhh. Oder immer eine Rolle Walnuss, eine Rolle Pistazie zaubern. Könnte meine Familie diesen Gedankenablauf gerade verfolgen, würde sicherlich niemand Widerspruch einlegen. Ganz zu schweigen von Mr. J., der die Dinger wegfuttert wie Chips und gar nicht die Finger von ihnen lassen kann.

Mein Backblech ist mit etwa 20×30 cm recht klein, so hatte ich noch einiges übrig, um ein zweites Blech zu starten. Das habe ich allerdings beim Backen auf den Ofenboden gestellt – lasst es euch gesagt sein, das ist keine gute Idee. Die unteren Schichten der Nüsse und Blätter sind komplett verbrannt, diese Ladung wanderte dann nur noch in den Biomüll. Da seht ihr es, auch bei Foodbloggern geht zwischendurch so einiges daneben. Jetzt weiß ich auch, wie man Baklava NICHT backen sollte.

Kann man nie genug von bekommen: Baklava

Große Winterliebe: Spinatsalat mit Orangenfilets und Ingwer

Spinatsalat mit Orangenfilets und Ingwer

Ihr Lieben,

ich bin süchtig. Vor einigen Wochen bin ich über die ultimative Salatkombination gestolpert und ernähre mich momentan fast jeden zweiten Tag von diesem Leckerbissen: Spinatsalat mit fruchtigen Orangenfilets, frischem Ingwer, cremiger Avocado, köstlichem Fetakäse und knackigen Walnüssen. Und Gurke. Da ich immer noch ohne richtige Küche auskommen muss (was hoffentlich kommendes Wochenende ein Ende hat), müssen es momentan Gerichte sein, die man ohne viel Klimbim und vor allem ohne Ofen herstellen kann. Mit einer kleinen Indkutionskochplatte von Mutti (die  sich beim Einschalten anhört wie ein startendes Raumschiff a la Star Trek) gibt es zumindest auch was Warmes zu beißen, doch für den Spinatsalat muss ich nicht einmal meine kleine Enterprise anschmeißen. Habe ich erwähnt, dass der Hinterhof mein Kühlschrank ist? Zum Glück bin ich mitten im Winter umgezogen und nicht im Hochsommer, so halten sich Milch und Käse auch so ganz gut, frisches Fleisch, Fisch, Wurst und Co gibt es bei mir nur, wenn sie sofort im Topf landen. Doch zurück zum Spinatsalat, den liebe ich nicht nur, weil man quasi keine Küche braucht, um ihn zuzubereiten. Er ist in gut zehn Minuten gemacht, schmeckt herrlich fruchtig-frisch und ist somit ein tolles Gegengewicht zu deftigem Essen. Bei mir war das gestern eine schöne Kartoffelsuppe mit etwas Käse und viel Speck, oft mache ich mir aber auch einfach eine große Portion Salat und bin damit glücklich.

Spinatsalat mit Orangenfilets und Ingwer

Die Mengenangaben für den Spinatsalat reichen für eine ordentliche Mahlzeit für eine Person oder für Zwei als Beilage. Bei Salaten nehme ich es mit den Mengen nicht so genau, die gestalte ich oft nach dem, was und wie viel ich gerade da habe. Beim Blattspinat solltet ihr darauf achten, dass es junger Spinat mit kleinen, zarten Blättern ist, erstens lassen sich die kleinen Blätter besser essen, zweitens sind sie geschmacklich eher für einen Salat geeignet als die ausgewachsenen Blätter mit den manchmal etwas hölzern wirkenden Stielen und erdigem Aroma. Wenn ihr gerade keinen Spinat parat habt, kann man auch super andere Salatsorten nehmen, die etwas Charakter haben, wie zum Beispiel Rucola oder Feldsalat. Oder ihr mischt die verschiedenen Sorten miteinander, das schmeckt auch ganz gut. Je nach Lust und Laune bereite ich ein richtiges Dressing mit etwas Honig darin zu (der Honig passt super zum Ingwer, zur Orange und zu den Walnüssen) oder ich lasse den Honig weg und gieße Essig und Öl einfach direkt über den Salat. Als Essig nehme ich meistens einen Balsamico Rosso, an sich dürfte aber jeder fruchtige und milde Essig gut funktionieren. Himbeeressig passt bestimmt auch super. Da ich es immer im Haus habe, nehme ich für den Salat Olivenöl, bin aber der Meinung, dass Walnussöl noch besser wäre. Und noch ein kleiner Tipp zur manchmal doch etwas eigenwilligen Avocado: Früher hatte ich oft das Problem, dass ich Avocado gekauft habe, die sich dann als teilweise schon verfault entpuppt haben. Das ist natürlich uncool, zumal ich mich so auf meine Avocado gefreut habe (irgendwann habe ich angefangen, grundsätzlich zwei zu kaufen), zum anderen sind die Dinger ja nicht ganz günstig. Beim Avocado kaufen habe ich mit der Zeit zwei Kriterien entwickelt: Die Frucht sollte nicht steinhart sein, sondern auf sanften Druck leicht nachgeben. Dann werfe ich einen Blick unter den kleinen Nupsi, denn direkt unter ihm liegt schon das Fruchtfleisch: Hat es noch ein frisches Hellgrün, ist die Chance sehr hoch, dass die gesamte Avocado gut ist. Ist das Fleisch darunter braun oder fehlt der Nupsi komplett, lasst sie lieber liegen. Seitdem hatte ich nur noch schlechte Avocado, wenn sie dann doch noch eine Woche bei mir rum lag, bis ich sie dann essen wollte. Manchmal mache ich auch noch ein oder zwei frische Champignons mit in den Salat und das ein oder andere Mal habe ich neben Orangenfilets auch Khaki mit hinein gemacht, die ich in dünne Spalten geschnitten habe. Probiert einfach aus, was euch am besten schmeckt.

Spinatsalat mit Orangenfilets und Ingwer

Für 1 große Portion Spinatsalat brauchts

2-3 Handvoll Frischer Babyspinat / junger Blattspinat

1 halbe Avocado

1 Orange

etwa 10 cm Gurke

etwa 70 Gramm Feta

1 Handvoll Walnüsse

1 halber TL gehackter Ingwer

2-3 EL Balsamico Rosso

1 EL Oliven- oder Walnussöl

1 TL Honig

Salz

Pfeffer

Spinatsalat mit Orangenfilets und Ingwer

So wirds gemacht

  1. Den Spinat waschen und abtropfen lassen oder trocken schleudern, dann in eine Salatschüssel geben.
  2. Die Gurke in Stücke schneiden (die Schale lasse ich immer dran) und über den Salatblättern verteilen.
  3. Mit einem Messer die Schale der Orange entfernen und die Orange in Stücke schneiden und ebenfalls mit in die Schüssel geben. Wenn Saft auf dem Brett ist, fange ich diesen auf.
  4. Das Fruchtfleisch mit einem Löffel auf der Avocado holen und ebenfalls in Stücke schneiden und in die Schüssel geben.
  5. Den Feta zerkrümeln und über den Salat streuen.
  6. Die Walnüsse grob hacken oder mit der Hand zerdrücken und ebenfalls in die Schüssel geben.
  7. Für das Dressing den Ingwer zusammen mit dem Orangensaft, Essig, Öl, Honig, Salz und Pfeffer verrühren, bis sich der Honig aufgelöst hat und über den Salat geben.

Spinatsalat mit Orangenfilets und Ingwer

Bei dieser Leckerei braucht man sich noch nicht mal im Zaum halten, denn der Salat ist super gesund und gerade auf der Flucht vor Erkältung und Grippe ein echtes Helferlein: Dass in frischem Spinat jede Menge Eisen steckt (wenn auch nicht so viel, wie lange Zeit angenommen), weiß seit Popeye ja nun jedes Kind. Dass Spinat zusätzlich voller Nitrate steckt, die vor Thrombosen, Herzinfarkten und Schlaganfällen schützen können, weiß vielleicht nicht jeder. Außerdem enthält er auch noch – seine Farbe verrät es ja bereits – jede Menge Chlorophyll, das auf Grund seiner chemischen Ähnlichkeit zu Blut (die zwei sind fast identisch, bis auf ein Molekül: bei Chlorophyll Magnesium, bei Blut Eisen) dafür sorgt, dass der menschliche Körper es wunderbar nutzen kann, um neue Blutzellen zu bilden und den Körper zu entgiften. Avocado enthält viele gesunde Fette, die auch noch dafür sorgen, dass fettlösliche Vitamine und Mineralien besser aufgenommen werden können. Avocado und Spinat strotzen beide vor Carotinen (aus denen der Körper Vitamin A herstellen kann) und Lutein, das die Augen gesund hält. Ingwer ist quasi ein natürliches Schmerzmittel und wirkt entzündungshemmend, Walnüsse enthalten jede Menge Omega-3-Fette und Antioxidantien, die freie Radikale im Körper abbauen. Davon abgesehen tummeln sich haufenweise Vitamine und Mineralstoffe in dem Spinatsalat, da kann man sich mit gutem Gewissen  satt essen!

Im Futterrausch: Das Street Food Festival in Köln

Ihr Lieben! Lang, lang ist der letzte Beitrag schon wieder her und ich muss gestehen, ich schäme mich schon ein bisschen, dass mein Blog über den Winter und gerade über Weihnachten so verwahrlost wurde. Keine Weihnachtsplätzchen, keine Adventskalender, nichts! Ich hoffe, ihr mögt es mir verzeihen. Doch ich habe auch ein paar – mehr oder minder – gute Ausreden parat: Kaum war der zweite Weihnachtstag vorbei, stand auch schon der Umzugswagen vor meiner Tür, denn ich habe mir in Köln eine kleine, süße Wohnung für mich ganz allein geangelt. Die letzten zwei Monate war ich nach Feierabend mit der Wohnungssuche beschäftigt (in Köln kein Spaß!), danach damit, penibel beschriftete Umzugskartons ein- und wieder auszupacken. Nun bin ich gerade dabei, es mir in einer lütten Zwei-Zimmer Wohnung in Nippes gemütlich zu machen. Ich habe keine Ahnung, wie viele Wohnungen ich mir angeschaut habe und ihr könnt euch kaum vorstellen, wie viele Wohnungen mit meinem bescheidenen Budget gerade mal mit einer winzigen Pantryküche ausgestattet waren. Zwei Herdplatten, ein kleiner Kühlschrank und eine Spüle für mich (und die anderen 120 Menschen, die sich um 24m² prügeln)? Wie soll ich denn da Backen? Wo sollen meine Backformen, meine Zuckerstreusel und meine Tortenplatten hin? No Way! Wie es das Schicksal so wollte, habe ich jetzt eine Wohnung mit Küchenzeile. Nur die Küche, die fehlt noch.

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Momentan tut es ein Expedit-Regal, das mit einer Induktionskochplatte von Mutti, meiner heißgeliebten pink-metallic Kaffeemaschine und einem Wasserkocher ausgestattet ist. Mein Kühlschrank ist der Innenhof, zum Glück bin ich Ende Dezember umgezogen und nicht im Hochsommer! Bis ich euch – und natürlich Mr.J., mein Kölsche Mädche und alle anderen Naschkatzen um mich herum – wieder mit Cupcakes, Torten und anderen Ofenstücken verwöhnen kann, wird es wohl noch eine Weile dauern. Doch das ist völlig in Ordnung, so weiß ich den Luxus einer Küche mit einem richtigen  Ofen gleich doppelt und dreifach zu schätzen. Außerdem habe ich festgestellt, dass ein Vollzeitjob echt  nachteilig ist, wenn man im Winter gut belichtete Bilder von seinen Leckereien haben möchte, denn wann kommt man da zuhause mal in den Genuss des Tageslichts?! Ich wage es zu bezweifeln, dass mein Chef es toll finden würde, wenn ich zwischendurch meine Arbeit unterbreche, um im Konfi mein Mittagessen zu inszenieren. Ich habe war eine gute Kamera, ein gutes Ausleuchtungssystem gehört allerdings nicht zu meiner Ausstattung. Der Baustrahler in meiner Kiste tut es zur Not auch, befriedigende Ergebnisse liefert er allerdings auch nicht unbedingt. Vielleicht ist unter euch ja jemand, der ein paar gute Tipps auf Lager hat.

Das Street Food Festival in Köln. Oder: Hilfe, mein Magen ist zu klein

Die Futter Flotte auf dem Street Food Festival in Köln

Doch kommen wir zum Wesentlichen: Am Wochenende war wieder das Street Food Festival in Köln und ich habe es mir nicht nehmen lassen, das Gelände von Jack in the Box unsicher zu machen. Mr.J. war in Bremen und konnte bei diesem Schlemmermarathon leider nicht mit dabei sein, dafür ist mein Kölsche Mädche mit mir zum Street Food Festival geradelt. Für zwei Euro Eintritt konnten wir uns kulinarisch so richtig austoben. Um einen Überblick über die Leckereien zu bekommen und einen Schlachtplan zu entwerfen, haben wir das Gelände erst einmal unter die Lupe genommen: Das Street Food Festival war halb Open Air, halb in einer großen Veranstaltungshalle. Draußen waren vor allen die Foodtrucks, die mit BBQ, Burgern, japanischem Curry, Deep Fried Choclate Bars, Maultaschen und Burritos lockten. In der Halle des Street Food Festivals ging es dann etwas kuschliger zu, denn hier war es nicht nur schön mollig, man konnte die stürmische Kälte auch mit Glühwein, Kaffee und Tee vertreiben und sich dann weiter ins überdachte Getümmel stürzen: Von Cupcakes, Crepes und Kanebullar über Cidresteak, senegalesische und brasilianische Küche bis hin zu frisch gemixten Smoothies und veganen Snacks war alles dabei, was das Herz begehrt.

Maultaschen auf dem Street Food Festival

Meiner Arbeitskollegin hatte ich versprochen, endlich mal Maultaschen zu probieren, ein Zugeständnis, das ich nur zu gern eingehalten habe. Unser erster Halt waren also herrliche schwäbische Spezialitäten. Allein die Käsespätzle sahen schon verlockend aus, aber auch sehr füllend. Also teilten wir uns eine Maultasche mit einer köstlichen Pilzsoße und machten uns zu zweit über die Portion her. Bei dem kalten Wetter war sie genau das Richtige, um uns in der nächsten Warteschlange nicht bibbern zu lassen. Diesmal bewegten wir uns langsam aber sicher auf den blauen Truck der Futter Flotte zu, der neben Pulled Beef auch Cheesesteak und Porchetta an den Mann und die Frau brachte. Wo Pulled Beef ruft, sag ich nicht Nein. Never. Kinners, ich sach euch, sowas zartes bekommt man nicht alle Tage. Von dem leckeren Sandwich mit dem saftigen Fleisch, das einfach auf der Zunge zergeht hätte ich gleich ein paar mehr essen können!

Pulled Beef Sandwich beim Street Food Festival in Köln

Doch dann wäre in meinem Bauch kein Platz mehr für diesen wundervollen Burger gewesen. Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich für einen guten Burger immer zu haben bin? Köln ist eine hervorragende Stadt, was 1A Burgerjoints angeht und inzwischen würde ich mich schon als verwöhnt beschreiben. Kein Wunder, dass ich bei den Schlagwörtern „Bio-Rindfleisch aus der Region“, „gegen Massentierhaltung“ und „alles hausgemacht“ hellhörig werde. Der Foodtruck von Raph’s BBQ hat mich also angezogen wie Motten das Licht. Die Auswahl hat mich ein bisschen bedauern lassen, dass wir nicht mit mehr Leuten unterwegs waren, sonst hätten wir uns von allem etwas bestellen können. Wie zum Beispiel den absolut spannend klingenden Peanut Butter Bacon Burger. OMG! Oder die St.Louis Ribs. Oder das Texas Chili. Oder das Brisket Cheesesteak Sandwich…. Ich muss sie alle noch probieren, wenn der Truck mal in der Nähe meines Arbeitsplatzes Halt macht. Auf dem Street Food Festival wurde es dann der Surf ‘n Turf Burger mit knackigen Shrimps und einer großartigen Soße. Und mal ganz ehrlich: Sieht dieses Prachtstück nicht aus, als wäre es durch und durch saftig und als würde man sich beim Essen ein weing einsauen? Ja und ja, und genau das macht einen guten Burger aus.

Surf n Turf Burger auf dem Street Food Festival Köln

Warum passt in einen Magen nur so wenig rein, wenn man doch so viel probieren möchte? Was ist mit den Deep Fried Snickers von Der kleine Munchkin, dem Homemade Marshmallow von Miss Marshmallow oder dem japanischen Curry von dem Stand da drüben? Was ist mit den Burritos, dem Cidre Steak und diesen verlockend duftenden, senegalesischen Leckerbissen? Doch keine Chance, ich war so voll, ich hätte nicht mal mein Rad gebraucht, um nach Hause zu rollen. Dafür habe ich jetzt auf jeden Fall viele coole Foodtrucks im Auge, die Köln (und meine Hüften) unsicher machen, ganz abgesehen vom Datum des nächsten Street Food Festivals in Köln, das ist nämlich schon am letzten Februar-Wochenende.

Wenn Dir das Leben Zitronen gibt – mach Torte draus! Zitronen-Heidelbeer-Torte und eine Buchvorstellung

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Ihr Lieben, momentan ist echt der Wurm drin, bei mir tummeln sich gleich ein paar kleine Zitronen, die das Leben mir geschenkt hat. Wie zum Beispiel die Tatsache, dass ich bis zum Jahresende keinen Sport machen darf. Ich, Mrs. Ich-renn-5-Tage-die-Woche-zum-Kickboxen. So ist das nun manchmal, doch es könnte durchaus schlimmer sein. Dass mich momentan eine kleine Blogging-Flaute erwischt hat, liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich in meinem Job den ganzen Tag vor dem Laptop sitze, so dass mein eigener in einer Ecke vor sich hin staubt und mit Nichtbeachtung zu kämpfen hat. Was soll ich sagen, nach neun Stunden vor dem Bildschirm bin ich froh, meinen Feierabend mit etwas anderem zu verbringen, auch wenn eine kleine, nagende Stimme in meinem Kopf mich vorwurfsvoll daran erinnert, dass der letzte Blogbeitrag schon wieder vieeeeeeel zu lange her ist. Also habe ich mir dieses Wochenende meinen Laptop geschnappt, den Staub (größtenteils) heruntergepustet und mich daran gemacht,  euch ENDLICH dieses schicke Törtchen zu präsentieren, das ich meinem Vater *hüstel* Ende August zum Geburtstag geschenkt habe. Meine Eltern haben mich nämlich in Köln besucht und wir haben zu viert – Mr.J. war natürlich mit von der Partie – nicht mal die Hälfte der Zitronen-Heidelbeeer-Torte vernichten können. Also lasst’s euch gesagt sein, auch wenn der Teig in einer 20 cm Backform gebacken wird, ist die Zitronen-Heidelbeer-Torte ohne weiteres ausreichend für acht Personen, schließlich wächst sie doch ganz schön in die Höhe.

Zitronen Heidelbeer Torte

Wo wir gerade bei Zitronen sind: Dieses Schätzchen ist voll davon und Fans der sonnengelben Zitrusfrucht wird bei jedem Bissen das Wasser im Mund zusammenlaufen – allen anderen auch, wenn wir schon dabei sind, aber auf eine fruchtig-frische Art und Weise. Die Zitronen-Heidelbeer-Torte hält ihr Wort, denn bereits im Teig ist Zitrone drin. Als Füllung wechseln sich Lemon Curd und Heidelbeer-Curd ab und selbst die Meringue Buttercreme hat eine zitronige Note. Den krönenden Abschluss bilden natürlich die frischen Heidelbeeren, die königlich in Reih und Glied auf der Torte thronen.

Was die Zitronen-Heidelbeer-Torte mit Martha Stewart zu tun hat

Meine Zitronen-Heidelbeer-Torte ist eine Eigenkreation, die auf einem verlockenden Rezept aus Martha Stewart’s Baking Handbook basiert, ein wundervolles Backbuch das ich jedem wärmstens ans Herz legen kann, für den die englische Sprache kein Hindernis darstellt. Das Backbuch ist aufgeteilt in die Kategorien

„Simple Baked Goods“ (einfaches Gebäck wie Scones, Muffins, Kastenkuchen usw.),
„Cookies“ (Double Chocolate Brownie Cookies, Vanillekipferl, gefüllte Kekse, Biscotti… ),
„Cakes“ (saftiger Banana-Caramel Cake, ein schokoladiger Devil’s Food Cake mit Minz-Ganache, Cheesecakes…)
„Pies, Tarts, Cobblers and Crisps“ (Key Lime Tart, Tomato Tart, Plum Oat Crisp…),
„Yeasted Baked Goods“  (Hefegebäck, vor allem süße und herzhafte Brot-Rezepte von Brioche über Focaccia bis Bagels)
und „Pastries“ (Köstlichkeiten wie Profiteroles oder Eclairs).

Martha Stewart's Baking Handbook

Am Anfang von jedem Kapitel gibt es neben den Basics auch jede Menge nützlicher Tipps und Tricks, die bei mir den ein oder anderen Aha-Effekt verursacht haben.  Das Rezept, auf dem meine Zitronen-Heidelbeer-Torte basiert ist der „Lemon Curd Cake“, ein sommerlicher Blickfang aus weiß und gelb. Martha Steward’s Baking Handbook beherbergt aber natürlich noch viel mehr Rezepte, die ich unbedingt ausprobieren möchte. Ganz oben auf meiner Liste steht beispielsweise das Dried Peach and Goat Cheese Galette, eine französische Köstlichkeit aus Blätterteig, Ziegenfrischkäse, getrockneten Pfirsichen, Weißwein und Thymian. Wie kann das nicht perfekt sein? Allein bei dem Gedanken daran möchte ich am liebsten sofort losstürmen und alles einkaufen. ABER: Heute ist a) ein Feiertag und die Geschäfte haben ohnehin geschlossen und b) duftet hinter mir ein fast fertiger Nektarinen-Kuchen. Aber zurück zum Thema: Neben diesem wunderbaren Galette gibt es da beispielsweise noch die Mocha Roulade, eine tiefschwarze Rolle aus schokoladigem Biskuit und einer fluffigen Mocha Mousse. Ich liebäugele aber auch mit den Individual Potato and Onion Tartes Tatin, eine herzhafte Variante des französischen Klassikers im Mini-Format mit Kartoffeln und karamellisierten Zwiebelscheiben. Ich könnte jetzt noch eine ganze Weile weiter machen, doch eigentlich soll es ja hier um die Zitronen-Heidelbeer-Torte gehen, deshalb spanne ich euch jetzt nicht weiter auf die Folter.

 

Das brauchts für eine Zitronen-Heidelbeer-Torte

…für das Lemon und Heidelbeer-Curd

8 Eigelb

3 Bio-Zitronen

220 g Zucker

1 Prise Salz

130 g kalte Butter

150 g frische Heidelbeeren

 

…für den Teig

225 g weiche Butter

225 g Mehl

1 EL Backpulver

1/2 TL Salz

200 g Schmand

2 Bio-Zitronen

350 g Zucker

4 Bio-Eier

 

…für die Lemon Meringue Buttercreme

4 Eiweiß

300 g weißer Zucker

300 g Butter, sehr weich

4 EL vom Lemon Curd

…für die Deko

3 EL vom Lemon Curd

200 g frische Heidelbeeren

So wird’s gemacht

Das Lemon und Heidelbeer Curd:

  1. Für das Lemon Curd und das Heidelbeer Curd werden zwei kleine Töpfe auf den Herd gestellt. 6 Eigelb wandern in den Topf für das Lemon Curd, 2 in den für das Heidelbeer Curd.
  2. Die Zitronen werden heiß abgewaschen, abgetrocknet, die Schale abgerieben und ausgepresst. Ein TL der Schale und ein EL vom Saft kommen zum Heidelbeer Curd, der Rest zum Lemon Curd.
  3. 70 g vom Zucker gehen zum Heidelbeer Curd, der Rest zum Lemon Curd. Alles schön verrühren.
  4. Die Heidelbeeren werden vorsichtig gewaschen und verlesen und dann in den Topf gegeben.
  5. Den Inhalt beider Töpfe auf mittlerer Hitze zum kochen bringen und knapp 15 Minuten köcheln lassen, dabei immer schön umrühren. Die Heidelbeeren mit einer Gabel zerdrücken.
  6. Die Töpfe von der Hitze nehmen und die kalte Butter einrühren: 50 Gramm geht zum Heidelbeer Curd, der Rest zum Lemon Curd. Bei beiden ein kleine Prise Salz zugeben.
  7. Das Curd in Schälchen füllen und kalt stellen.

Zitronen Heidelbeer Torte

Der Teig

  1. Zuerst geht’s an die Vorbereitungen: Der Backofen wird auf 180°C Ober- / Unterhitze vorgeheizt. Eine 20 cm Springform (wer hat, kann auch gern 2 nehmen) mit Backpapier ausstatten. Die Ränder fetten und mehlen. Ein Sieb über ein große Schüssel legen und Mehl, Backpulver und Salz hinein sieben. Beiseite stellen. Die Bio-Zitronen heiß abwaschen, trocknen, die Schale abreiben und den Saft auspressen. Schale und Saft mit dem Schmand verrühren.
  2. Mit dem Rührbesen der Küchenmaschine wird die Butter 3-4 Minuten auf höchster Stufe schaumig geschlagen, bis sie fast weiß ist. Langsam den Zucker einrieseln lassen und weitere 2 Minuten schlagen. Nun werden nach und nach die Eier zugegeben.
  3. Die Geschwindigkeit der Küchenmaschine verringern. Nun wird abwechselnd löffelweise die Mehlmischung und der Schmand zugegeben, bis ein homogener Teig entstanden ist.
  4. Den Teig in die Springform(en) füllen und 45-50 Minuten (bei zwei Formen 30-35 Minuten) backen, bis ein in den Teig gesteckter Holzspieß teigfrei bleibt. Die Form(en) herausnehmen und abkühlen lassen. Nach 20 Minuten vorsichtig die Springform entfernen, das Backpapier abziehen und kopfüber komplett auskühlen lassen.

 ♥

Die Lemon Meringue Buttercreme

  1. Benötigt werden eine hitzebeständige Schüssel und ein Topf, auf den die Schüssel passt. Der Topf wird zu einem drittel mit Wasser gefüllt und auf dem Herd platziert. Auf mittlerer Stufe das Wasser zum Kochen bringen. Die Schüssel darauf setzen.
  2. Die Eiweiß und den Zucker in besagte Schüssel geben und mit dem Rührbesen beständig und ohne Unterbrechung schlagen bis sich der Zucker aufgelöst hat, die Mischung schön schaumig und warm ist. Das dauert etwa 6-10 Minuten. Wer ein Zuckerthermometer hat, kann es benutzen und die Masse bei 70°C / 160°F vom Herd nehmen.
  3. Sobald die Schüssel aus dem Wasserbad genommen wurde, wird die Meringue Buttercream mit dem Rührbesen der Küchenmaschine für etwa 6 Minuten auf höchster Stufe geschlagen, bis der Eischnee von selbst die Form hält und leicht abgekühlt ist.
  4. Nun den Rührbesen gegen den Flachrührer tauschen und bei mittlerer Rührgeschwindigkeit in kleinen Portionen die weiche Butter einrühren (Achtung: Die Butter sollte wirklich sehr weich sein, so bekommt man keine Flöckchen. Wenn das doch passiert, ab damit aufs Wasserbad und schön weiter rühren). Nach jeder Zugabe erst einmal 30-45 Sekunden weiter rühren. Damit keine Luftblasen eingearbeitet werden, wird nun auf niedrigster Stufe für 2 Minuten weiter gerührt. Nun kommt auch das Lemon Curd dazu.
  5. Die Meringue Buttercreme für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

 ♥

Die Torte

  1.  Nun kommt zusammen, was zusammen gehört. Dafür werden zuerst die Böden zugeschnitten: Den Kuchen kann man gut horizontal mit einem Brotmesser schneiden, so dass ein Boden mindestens 2 cm dick ist. 3-4 Böden sollten dabei heraus kommen.
  2. Etwas von der Lemon Meringue Buttercreme in einen Spritzbeutel geben und auf den untersten Boden einen Ring am Rand entlang ziehen. Damit wird verhindert, dass die Füllung herausgedrückt wird. Nun einen Teil des Heidelbeer Curd auf dem Boden verteilen. Den zweiten Boden vorsichtig auf den ersten setzen und den Vorgang wiederholen.
    Zitronen Heidelbeer Torte
  3. Den letzten Boden auf die Torte legen und die Torte von außen dünn mit Buttercreme einstreichen, so dass eine gleichmäßige Oberfläche entsteht. 30 Minuten im Kühlschrank erkalten lassen.
  4. Nun die Torte mit der restlichen Buttercreme einstreichen.
  5. Die Heidelbeeren auf der Oberseite der Torte von innen nach außen kreisförmig anordnen.
  6. Etwas Lemon Curd in eine Spritztülle füllen und große Tropfen auf den Außenrand setzen, so dass es an der Torte herunter läuft.
  7. Fertig, die Zitronen-Heidelbeer-Torte wandert nun in den Kühlschrank und wartet dort auf ihren großen Auftritt.

 

Zitronen Heidelbeer Torte

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Tolles Törtchen Dunkle Seele im Himbeermantel

Geburtstage sind doch immer die besten Ausreden, dekadente Torten zu backen. Wie gut, dass mein Kölsche Mädel neulich ihren feierte und ich diesen pinken Mädchentraum nachbacken konnte, den ich schon seit einigen Tagen bei helllilablassblau bestaunt habe. Bestaunt? Okay, ich habe sabbernd vor dem Bildschirm gesessen und Geräusche gemacht, die sonst nur aus mir rauskommen, wenn ich fluffige Katzenbabys sehe. Und junge Hunde. Und eben totally awesome Torten. Pinke Torten. Mit Himbeeren. Get it? Ich mutierte zum absoluten Mädchen.

Ich muss also zugeben, ich habe dieses tolle Törtchen auch aus reinem Egoismus gebacken. Das Girly Girl in mir wollte sie einfach haben. Allerdings passte es doch ganz gut, dass mein Kölsche Mädel eben auch ein echtes Mädchen sein kann (wenn sie mir nicht gerade in Boxhandschuhen und Schienbeinschonern gegenüber steht) und Rosa voll ihre Farbe ist. Wie es sich gehört, liebt sie Himbeeren und Schokolade gleichermaßen. Erkennt ihr die Parallelen zu dem Träumchen eines tollen Törtchens? Passt. Wie die Faust aufs Auge…

Tolles Törtchen Dunkle Seele im Himbeermantel

So ist es nicht weiter verwunderlich, dass Projekt Tolles Törtchen pünktlich zum Geburtstag von meinem Kölsche Mädel fertig werden sollte. Für sie (und das Törtchen) würde ich sogar einmal auf eine Stunde Kickboxen und an einem Tag sogar komplett auf meine kleine Sucht verzichten. Der Plan sah folgendermaßen aus: Mittwoch: Feierabend, Sport, Einkaufen, Boden backen. Donnerstag: Feierabend, Torte fertig machen. Wie das Leben nun mal so spielt, wurden meine Pläne durchkreuzt. Mit einem dicken, fetten, roten Edding. Phase Eins lief so gut an, nach dem Feierabend ging ich wie gewohnt zum Sport, bis…. Zack! Bumm! Peng! Meine Wade im Eimer war. Nach einem Umweg ins Krankenhaus war ich um halb elf — ausgestattet mit einem Muskelfaserriss, einem Gips und Krücken — wieder Zuhause. Mit dem Einkaufen war das wohl nichts.

Tolles Törtchen Dunkle Seele im Himbeermantel

Doch was wäre ich für eine Kickboxerin, wenn ich keinen Kämpfergeist hätte? Ziemlich aufgeschmissen, denn ohne Auto musste ich am nächsten Morgen mit dem Bus und dann noch einen knappen Kilometer zu Fuß zurück zum Krankenhaus. Völlig verschwitzt und aus der Puste kam ich dort an. Wie gut, dass ein Lidl direkt an meinem Rückweg lag, denn so konnte ich ohne Umwege das Projekt Traumtörtchen doch noch retten. Die Welt der Krückenbestückten ist allerdings voller Tücken, denn wie einen Einkaufswagen schieben oder einen Korb tragen? Gewitzt wie ich manchmal sein kann (ja, solche Momente gibt es) schnallte ich mir meinen Rucksack auf die Brust, machte ihn auf und warf einfach fröhlich alles hinein, was ich so brauchte. Gut, dass Lidl wirklich alles da hatte, was mir noch fehlte, sonst wäre das Projekt rosarotes Mädchentörtchen doch noch den Bach runter gegangen, woanders wäre ich nicht mehr extra hingehoppelt. Ausgestattet mit Bio-Eiern, frischen und eisigen Himbeeren, haufenweise leckerer Zartbitterschokolade (gerade wenn so viel Schokolade im Teig und auf dem Törtchen ist, greife ich gern zu der Zartbitter von J.D. Gross, die eignet sich wunderbar für Schokotorten, Mousse au Chocolat und Co.) und anderen Dingen machte ich mich dann auf, auch noch den Rest meines Weges mit eisernem Willen zu bezwingen. Für die 20 Minuten, die ich im Krankenhaus verbracht habe, war ich drei Stunden auf Krücken unterwegs. Seitdem hüpfe ich lieber.

Tolles Törtchen Dunkle Seele im Himbeermantel

Bei solchen Verletzungen ist eine kleine Küche ein unglaublicher Vorteil, denn: Die Strecken sind kurz. Die kann ich auch hüpfen. Ich sags euch, mein rechtes Bein wird nach der ganzen Geschichte so gestählt sein wie nie zuvor. Und: Das mit dem Edding war vielleicht etwas übertrieben, schließlich ist das tolle Törtchen ja doch noch fertig geworden. Jetzt aber genug erzählt, hier folgt das Rezept! Es ist übrigens etwas anders als das von hellilablassblau, hier und da habe ich Kleinigkeiten abgewandelt. Im Originalrezept ist beispielsweise kein Espresso, ich finde aber, dass er die Schokolade wunderbar unterstreicht und den Teig kräftiger werden lässt.

Das brauchts für die Dunkle Seele im Himbeermantel

…für die dunkle Brownie Seele

4 Bio-Eier

1 Päckchen Bourbon Vanille-Aroma

225 g Butter

350 g Rohrzucker

200 g Zartbitterschokolade (mind. 70%)

1 Tässchen Espresso

50 g reiner Kakao

270 g Weizenmehl

1 TL Backpulver

1/2 TL grobes Salz

100 g TK-Himbeeren

…für den Himbeermantel (a.k.a. Meringue Buttercreme)

250 g sehr weiche Butter

250 g Zucker

4 Bio-Eier

Salz

100 g TK-Himbeeren

…für die Glasur und die Deko

100 g Zartbitterschokolade

50 g Butter

1 Schälchen frische Himbeeren

So wirds gemacht

…für den Brownie-Teig

  1. Eine 20 cm Springform mit Backpapier auslegen und den Rand fetten. Wer zwei hat, macht es mit beiden Formen.
  2. Mehl, Kakao, Backpulver und Salz in eine Schüssel sieben und bereit stellen.
  3. Die Schokolade und die Butter zusammen mit dem Espresso in einen Topf geben und auf niedriger Stufe schmelzen. Alles gut miteinander verrühren, so dass sich eine homogene Masse ergibt.
  4. Die Eier mit dem Vanillearoma in eine Rührschüssel geben und mit dem Schneebesen auf höchster Stufe schaumig schlagen. Dabei langsam den Zucker einrieseln lassen. Weitere 2-3 Minuten schlagen.
  5. Nun die abgekühlte, flüssige Schokolade in den Teig einfließen lassen und kurz einrühren.
  6. Jetzt die Mehlmischung portionsweise zum Teig geben (gern wieder mit dem Sieb) und unterheben.
  7. Jeweils die Hälfte des Teiges in eine Springform geben und Himbeeren in den Teig drücken. Ich nehme gern gefrorene Himbeeren, sie gehen dabei nicht so schnell kaputt. (Wer nur eine Springform hat: Die zweite Portion wird danach gebacken) und  für mindestens 40 Minuten bei 160° Ober-/Unterhitze in den Ofen schieben. (Stäbchenprobe)
  8. Den Teig vollständig auskühlen lassen, die Oberfläche mit einem langen Brotmesser begradigen und jeweils einmal quer durchschneiden (ich habe den Teig so ungleichmäßig in die Formen gefüllt, dass ich nur einen Teig geteilt habe und letztlich nur drei Böden hatte, hat aber auch super funktioniert).

…für die Himbeercreme

Die Meringue Buttercreme ist das Einzige an dem Törtchen, das etwas komplizierter ist. Aber keine Bange, um Quantenphysik handelt es sich bei ihr auch nicht. Wert kein Thermometer hat, macht es eben ohne. Sollte die Buttercreme versehentlich gerinnen, das heißt flockig werden, muss sie auch nicht aufgegeben werden. Einfach die Schüssel erwärmen und rühren, rühren, rühren. Auf gehts!

  1. Die Himbeeren sollten aufgetaut sein. Dann werden sie mit einem Stabmixer püriert und anschließend durch ein Sieb passiert. (Da der Stabmixer in der WG-Küche mit Abwesenheit glänzt, habe ich mich auf das Passieren beschränkt.)
  2. Die Eier werden getrennt und das Eiweiß gemeinsam mit dem Zucker in eine hitzebeständige Schüssel gegeben, die auf einen mit Wasser gefüllten Topf passt. Das Wasser wird zum köcheln gebracht und die Schüssel darauf platziert. Mit einem Schneebesen wird das Eiweiß schaumig geschlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und die Masse etwa 65°C erreicht hat. Das kann mehrere Minuten dauern.
  3. Die Schüssel wird jetzt vom Topf genommen und der Eischnee mit dem Mixer weiter auf mittlerer Stufe geschlagen, bis die Meringue wieder abgekühlt ist, das dauert etwa 5-7 Minuten.
  4. Nun wird Stückchenweise die Butter dazu gegeben und jedesmal so lange eingerührt, bis sie sich gleichmäßig verteilt hat.
  5. Zum Schluss kommt das Himbeerpüree hinzu. Kurz einrühren, fertig.

…Törtchenbau

Ich habe das Törtchen gleich auf der Tortenplatte zusammen gebaut, wer es noch versetzen können möchte, legt ein mindestens 3 mm starkes Cakeboard unter, das ist stabil genug, die Torte zu halten.

  1. Auf die Platte oder das Cakeboard wird ein kleiner Klecks Creme gegeben, der sorgt dafür, dass die Torte nicht verrutscht.
  2. Der unterste Boden wird platziert und dünn mit der Himbeer-Buttercreme bestrichen, dann mit dem nächsten Boden belegt. Den Schritt so lange wiederholen, bis alle Böden aufeinander gestapelt sind.
  3. Jetzt wird das Törtchen rundherum mit einer dünnen Cremeschicht eingestrichen. Sie bindet Krümel und sorgt so dafür, dass später keine dunklen Schatten durchblitzen. Das Törtchen kommt jetzt für eine halbe Stunde in den Kühlschrank, dort wird die erste Cremeschicht schön fest.
  4. Nun wird das Törtchen gleichmäßig mit der restlichen Creme eingestrichen, so dass eine glatte Oberfläche entsteht und der Teig nicht mehr durchscheint. Ich benutze dazu ein Palette-Messer und einen glattem Spatel.
  5. Ist die Cremeschicht drauf, wandert die Torte erst einmal in den Kühlschrank.

…für die Glasur und Deko

  1. Das Törtchen sollte gut durchgekühlt sein, ich habe sie die Nacht über im Kühlschrank geparkt. So wird die Schokolade schön schnell fest.
  2. Die Schokolade und die Butter zusammen in einem Topf zum Schmelzen bringen und gut verrühren. Vom Herd nehmen und gut abkühlen lassen, so dass die Schokolade nur noch lauwarm und leicht dickflüssig ist.
  3. Das Törtchen aus dem Kühlschrank nehmen und die Schokolade langsam auf die Oberfläche kippen. Währenddessen die Schokolade mit einem Messer oder einem Spatel auf der gesamten Oberfläche verteilen und vorsichtig über die Ränder laufen lassen.
  4. Sobald Du merkst, dass die Schokolade nicht mehr von selbst verläuft, lässt Du die Finger davon, denn sonst sieht man hinterher die Spuren und man hat keine glatte Glasur mehr.
  5. Jetzt noch ein paar frische Himbeeren in der Mitte stapeln und auf der Tortenplatte verteilen.

Tolles Törtchen: Dunkle Seele im HimbeermantelNatürlich war mein Kölsche Mädel hin und weg von ihrem zuckersüßen Mädchentörtchen. Glücklicherweise war ich in Begleitung von Mr.J., der die schwerwiegende Verantwortung des Törtchentransports auf seinen breiten Schultern trug. Nach viel Bewunderung der Mädchentruppe (Ja, mit Backen kann man wunderbar Angeben, ohne ein einziges Wort zu verlieren) wurde im Verlauf des Abends nach dem Anschneiden des Törtchens verlangt. Mein Kölsche Mädel kam der Aufforderung nur zu gern nach und versengte Stolz ein langes Messer im saftigen Teig, aber nicht, ohne vorher noch ein paar Beweisfotos zu knipsen:

Tolles Törtchen: Dunkle Seele im Himbeermantel

Tolles Törtchen: Dunkle Seele im Himbeermantel

Bei so viel Begeisterung ist das Beschenken gleich doppelt schön und das Backen erst recht. Und das Girly Girl in mir hat auch bekommen, was es wollte. Das nenne ich eine Win-Win-Situation.

Eines der schönsten Komplimente, die man sich als Tortenbäckerin wünschen kann, sind Worte der „Bekehrung“. So unvorstellbar es für einen Chocaholic wie mich auch sein mag, es gibt Menschen, die nicht so sehr auf Schokoladentorten abfahren. Mit der dunklen Brownie Seele fällt auch dieses Schätzchen in jene Kategorie, da darf man sich von dem rosaroten Mantel nicht täuschen lassen. Wenn mir dann ein Non-Chocaholic sagt, dass sie das Törtchen trotzdem super fand, bin ich stolz wie Oskar.

Tolles Törtchen: Dunkle Seele im Himbeermantel

Schokohunger? Nutella Cupcakes!

Was soll man dazu noch sagen? Oder besser: Wer kann da schon nein sagen? Dieses Wochenende war es mal wieder Zeit, meiner in letzter Zeit etwas vernachlässigten KitchenAid zu zeigen, dass sie meine Küchen-Nr. 1 ist. Gemeinsam mit meinem Kölsche Mädche stand Samstag Nachmittag ein fröhliches Backevent an. Und wenn zwei Damen zusammen backen, kommt fast immer was schokoladiges dabei heraus. Diesmal waren es diese wunderbaren Nutella Cupcakes, die natürlich schon ein paar Stunden später beim Mädelsabend mit dem ein oder anderen Fläschchen Hugo wieder vernascht wurden.

Nutella Cupcakes

 

Die Nutella Cupcakes sind natürlich eines: nussig-schokoladig. Die oberste Teigkruste karamellisiert beim Backen und sorgt für einen schönen Crunch, während das Innere des Chocaholic-Träumchens wunderbar weich und saftig ist. Natürlich ist auch jede Menge des nussigen Aufstrichs im Frosting der Nutella Cupcakes. Eine gute Portion Frischkäse nimmt der Nutellacreme ihre Süße und verleiht ihr eine frische Milde.  Das Sahnehäubchen auf den Nutella Cupcakes ist so fluffig, dass es direkt an ein Mousse erinnert. Gemeinsam machen Sponge und Topping eine verdammt gute Figur, da ist das Löffelchen schnell überrascht, wie schnell so ein Nutella Cupcake vernascht sein kann. Allerdings halten sie auch, was sie versprechen: Nutella Cupcakes sind Hüftgold im Schokoladenoutfit. Ein einziger Cupcakes macht allerdings schon so satt, dass man gar nicht zu viel von den kleinen Schätzchen essen kann.

 

Für Chocaholics: Nutella Cupcakes

 

Das brauchts für 24 Nutella Cupcakes

…für den Teig

225 g Mehl
40 g reiner Kakao
280 g Rohrzucker
3 TL Backpulver
1/2 TL Salz
80 g weiche Butter
240 ml Milch
2 Eier
Vanille Aroma
240 g Nutella

…für das Frosting

150 g weiche Butter
150 g Puderzucker
2 EL Kakao
1 Prise Salz
50 ml Milch
100 g Frischkäse
150 g Nutella

 

So wirds gemacht

  1. 2 Muffinbleche mit Cupcakeförmchen auslegen und den Backofen auf 170°C vorheizen.
  2. Mehl, Kakao, Rohrzucker, Backpulver und Salz mischen und in eine Schüssel sieben, beiseite stellen.
  3. Die Butter in Stückchen schneiden und in der Rührschüssel mit dem Handmixer für ein paar Minuten weich und fluffig rühren. Nach und nach die erste Hälfte der Mehlmischung unterrühren, gefolgt von beiden Eiern und der zweiten Hälfte der Mehlmischung. Milch und Nutella hinzugeben und zu einer homogenen Masse verrühren.
  4. Den Teig in die Cupcakerförmchen füllen, so dass diese etwa zu 2/3-3/4 gefüllt sind. Im Ofen für 20 Minuten backen.
  5. Die Cupcakes aus dem Ofen nehmen und 5-10 Minuten im Blech abkühlen lassen, dann die kleinen Küchlein auf ein Kuchengitter geben und vollständig auskühlen lassen.
  6. Für das Frosting wird die Butter mit dem Schneebesen der Küchenmaschine auf höchster Stufe so lange geschlagen, bis sie fast weiß ist. Anschließend die Geschwindigkeit herunter drehen. Puderzucker mit dem Kakao und dem Salz sieben und löffelweise hinzu geben. Zwischendurch kurz die Rührgeschwindigkeit erhöhen, so dass viel Luft in das Frosting eingearbeitet wird. Anschließend Milch, Frischkäse und Nutella einrühren.
  7. Das Frosting in einen Spritzbeutel füllen und auf die Cupcakes geben.
  8. Mit Zuckerstreuseln, Schokoperlen oder anderen schönen Dingen dekorieren.

 

Nutella Cupcakes