Ein süßer Kuß zum Muttertag: Rhabarber Bars mit Kokosbaiser

Rhabarber Bars zum MuttertagAm Sonntag ist Muttertag. Also heute. Die bei den vielen Blogposts und Instagram Bildern zu diesem Thema kann man ihn ja gar nicht vergessen. Das ist auch gut so, denn so hatte ich genügend Zeit, mir zu überlegen, was meine Mutti denn wohl gern zum Muttertag hätte. Und da es irgendwie seltsam wäre, wenn ihre backverrückte Tochter mit gekaufter Schokolade antanzt, habe ich den Backofen angeworfen. Naja, antanzen ist übrigens nicht, am Samstag habe ich mir mein Tattoo auf dem Fuß nachstechen lassen und nun ist im wahrsten Sinne des Wortes Füße stillhalten angesagt. Ein Besuch bei Muttern muss dann entfallen. Nichtsdestotrotz habe ich zum Muttertag gebacken, etwas, das sich auch gut mit der Post verschicken lässt. Unempfindlich und relativ lang haltbar ist da die Premisse. Geworden sind es köstliche Rhabarber Bars, die eigentlich erst Rhabarber Kokos Schnittchen heißen sollten, aber es macht so viel Spaß, Rhabarber Bars zu sagen. Obendrauf glänzen sie  mit einem innen cremigem, außen knusprigen Kokosbaiser. Fruchtig, süß, sauern, weich, cremig, knusprig – alles mit dabei! Richtig gut werden die Rhabarber Bars übrigens, wenn man kurz vor dem Servieren ein paar Spritzer frischen Limettensaft darauf träufelt.

Meine Backform misst übrigens ca. 20×30 cm, wer etwas Größeres hat, sollte wohl dementsprechend die Zutatenmengen anpassen.

Rhabarber Bars zum Muttertag

Das brauchts für Rhabarber Bars

…für den Boden

50 g Butter

250 g Mehl

1/2 TL Backpulver

75 g Zucker

3 Eigelb

1-2 EL Wasser

4 EL Speisestärke

…für das Rhabarberkompott

1 kg Rhabarber

100 g Zucker

50 g Butter

…für das Kokosbaiser

3 Eiweiß

125 g Zucker

1 Prise Salz

1 Spritzer Zitronensaft

150 g Kokosraspeln

etwas Mark von Bourbonvanille

Rhabarber Bars zum Muttertag

So wirds gemacht

  1. Da das Rhabarberkompott etwas braucht, mache ich es zuerst. Dafür wird der Rhabarber geschält und in 2-3 cm große Stücke geschnitten. Zusammen mit 100 g Zucker, 50 g Butter wandern sie nun in einen Topf und köcheln dort vor sich hin. Zwischendurch umrühren, bis die Flüssigkeit soweit verdampft ist, dass eine kompottartige Konsistenz erreicht ist. Um den Vorgang etwas zu beschleunigen, vermische ich noch 1-2 EL Wasser mit 4 EL Speisestärke und rühre sie unter das Kompott, das sollte es etwas andicken. Sobald das Kompott fertig ist, sollte es möglichst vollständig auskühlen.
  2. Für den Boden wird das Backblech mit Backpapier ausgelegt. Die 200 g Mehl, 1/2 Backpulver, etwas Salz und die 75 g  Zucker werden in eine Schüssel gesiebt und die 50 g Butter in Flocken dazu gegeben. Nun wird der Teig mit dem Knethaken vermengt, bis er ganz bröselig ist. Die Eigelb werden mit einem EL Wasser vermischt und dann zum Teig gegeben. Nun wird der Teig schnell zu einer homogenen Masse verknetet.  In Frischhaltefolie wickeln und 15 Minuten ins Eisfach legen.
  3. Backofen vorheizen: 180° C Ober-/Unterhitze.
  4. Den Boden etwa 2-3 mm dick ausrollen. Ich lege ihn dafür zwischen zwei Blätter Backpapier oder zwischen Frischhaltefolie. Ins Blech legen, mit einer Gabel einstechen und 12-15 Minuten backen. Danach die Ofentemperatur auf 150° reduzieren.
  5. Nun kommt das Kokosbaiser an die Reihe. Dafür wird ein heißes Wasserbad vorbereitet, über das die Arbeitsschüssel gut passt. Nun werden die 3 Eiweiß (die recht kalt sein sollten) zusammen mit einer Prise Salz steif geschlagen und dann über das Wasserbad gestellt. Weiter schlagen und langsam den Zucker einrieseln lassen. Einen kleinen Spritzer Zitronensaft zugeben.
  6. Den Eischnee vom Wasserbad nehmen und vorsichtig und schnell die 200 Kokosflocken unterheben. Es sollte nicht allzu sehr in sich zusammenfallen.
  7. Den vorgebackenen Boden zuerst mit dem Rhabarberkompott bestreichen, dann das Kokosbaiser darauf verteilen. Im Backofen auf unterster Schiene etwa 30 Minuten backen.
  8. Nach dem Auskühlen in Stücke schneiden und fertig sind die Rhabarber Bars!

Jetzt heißt es nur noch Vorkosten (man nennt es auch: Ausrede zum Naschen) und den Rest habe ich transportsicher verpackt und in die liebevollen Hände der Post übergeben. Dann wollen wir mal hoffen, dass es das süße Päckchen rechtzeitig nach Beckstown schafft, sodass Mutti sich heute über süße Begleitung zum Nachmittagskäffchen freuen kann.

Rhabarber Bars zum Muttertag

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2 Gedanken zu „Ein süßer Kuß zum Muttertag: Rhabarber Bars mit Kokosbaiser

  1. Warum schlägt man kalte Eiklar über heissem Wasserbad? Ich mach das immer ganz normal weg. Aber wenn du das in heissem Wasserbad machst, MUSS es zwangsläufig einen tieferen Sinn haben! Erbitte Aufklärung 😀

    • Huhuu Edda,

      ha, da hast Du mich fast kalt erwischt – dass das Ei kalt sein soll, stand im Rezept, das ich als Basis für das Baiser benutzt habe. Wahrscheinlich dürften die Eier auch Raumtemperatur haben. Das Wasserbad sorgt dann allerdings dafür, dass sich der zugegebene Zucker schön auflöst, sodass man ihn beim Essen hinterher nicht mehr spürt und ich kann mir auch gut vorstellen (auch wenn ich es nicht mit Sicherheit sagen kann), dass dadurch der Eischnee eine bessere Festigkeit bekommt (die Geschichte von Hitze und Ei und so), denn er ist dann feinporiger und erinnert eher an das Innere von Schaumküssen.

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