Im Futterrausch: Das Street Food Festival in Köln

Ihr Lieben! Lang, lang ist der letzte Beitrag schon wieder her und ich muss gestehen, ich schäme mich schon ein bisschen, dass mein Blog über den Winter und gerade über Weihnachten so verwahrlost wurde. Keine Weihnachtsplätzchen, keine Adventskalender, nichts! Ich hoffe, ihr mögt es mir verzeihen. Doch ich habe auch ein paar – mehr oder minder – gute Ausreden parat: Kaum war der zweite Weihnachtstag vorbei, stand auch schon der Umzugswagen vor meiner Tür, denn ich habe mir in Köln eine kleine, süße Wohnung für mich ganz allein geangelt. Die letzten zwei Monate war ich nach Feierabend mit der Wohnungssuche beschäftigt (in Köln kein Spaß!), danach damit, penibel beschriftete Umzugskartons ein- und wieder auszupacken. Nun bin ich gerade dabei, es mir in einer lütten Zwei-Zimmer Wohnung in Nippes gemütlich zu machen. Ich habe keine Ahnung, wie viele Wohnungen ich mir angeschaut habe und ihr könnt euch kaum vorstellen, wie viele Wohnungen mit meinem bescheidenen Budget gerade mal mit einer winzigen Pantryküche ausgestattet waren. Zwei Herdplatten, ein kleiner Kühlschrank und eine Spüle für mich (und die anderen 120 Menschen, die sich um 24m² prügeln)? Wie soll ich denn da Backen? Wo sollen meine Backformen, meine Zuckerstreusel und meine Tortenplatten hin? No Way! Wie es das Schicksal so wollte, habe ich jetzt eine Wohnung mit Küchenzeile. Nur die Küche, die fehlt noch.

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Momentan tut es ein Expedit-Regal, das mit einer Induktionskochplatte von Mutti, meiner heißgeliebten pink-metallic Kaffeemaschine und einem Wasserkocher ausgestattet ist. Mein Kühlschrank ist der Innenhof, zum Glück bin ich Ende Dezember umgezogen und nicht im Hochsommer! Bis ich euch – und natürlich Mr.J., mein Kölsche Mädche und alle anderen Naschkatzen um mich herum – wieder mit Cupcakes, Torten und anderen Ofenstücken verwöhnen kann, wird es wohl noch eine Weile dauern. Doch das ist völlig in Ordnung, so weiß ich den Luxus einer Küche mit einem richtigen  Ofen gleich doppelt und dreifach zu schätzen. Außerdem habe ich festgestellt, dass ein Vollzeitjob echt  nachteilig ist, wenn man im Winter gut belichtete Bilder von seinen Leckereien haben möchte, denn wann kommt man da zuhause mal in den Genuss des Tageslichts?! Ich wage es zu bezweifeln, dass mein Chef es toll finden würde, wenn ich zwischendurch meine Arbeit unterbreche, um im Konfi mein Mittagessen zu inszenieren. Ich habe war eine gute Kamera, ein gutes Ausleuchtungssystem gehört allerdings nicht zu meiner Ausstattung. Der Baustrahler in meiner Kiste tut es zur Not auch, befriedigende Ergebnisse liefert er allerdings auch nicht unbedingt. Vielleicht ist unter euch ja jemand, der ein paar gute Tipps auf Lager hat.

Das Street Food Festival in Köln. Oder: Hilfe, mein Magen ist zu klein

Die Futter Flotte auf dem Street Food Festival in Köln

Doch kommen wir zum Wesentlichen: Am Wochenende war wieder das Street Food Festival in Köln und ich habe es mir nicht nehmen lassen, das Gelände von Jack in the Box unsicher zu machen. Mr.J. war in Bremen und konnte bei diesem Schlemmermarathon leider nicht mit dabei sein, dafür ist mein Kölsche Mädche mit mir zum Street Food Festival geradelt. Für zwei Euro Eintritt konnten wir uns kulinarisch so richtig austoben. Um einen Überblick über die Leckereien zu bekommen und einen Schlachtplan zu entwerfen, haben wir das Gelände erst einmal unter die Lupe genommen: Das Street Food Festival war halb Open Air, halb in einer großen Veranstaltungshalle. Draußen waren vor allen die Foodtrucks, die mit BBQ, Burgern, japanischem Curry, Deep Fried Choclate Bars, Maultaschen und Burritos lockten. In der Halle des Street Food Festivals ging es dann etwas kuschliger zu, denn hier war es nicht nur schön mollig, man konnte die stürmische Kälte auch mit Glühwein, Kaffee und Tee vertreiben und sich dann weiter ins überdachte Getümmel stürzen: Von Cupcakes, Crepes und Kanebullar über Cidresteak, senegalesische und brasilianische Küche bis hin zu frisch gemixten Smoothies und veganen Snacks war alles dabei, was das Herz begehrt.

Maultaschen auf dem Street Food Festival

Meiner Arbeitskollegin hatte ich versprochen, endlich mal Maultaschen zu probieren, ein Zugeständnis, das ich nur zu gern eingehalten habe. Unser erster Halt waren also herrliche schwäbische Spezialitäten. Allein die Käsespätzle sahen schon verlockend aus, aber auch sehr füllend. Also teilten wir uns eine Maultasche mit einer köstlichen Pilzsoße und machten uns zu zweit über die Portion her. Bei dem kalten Wetter war sie genau das Richtige, um uns in der nächsten Warteschlange nicht bibbern zu lassen. Diesmal bewegten wir uns langsam aber sicher auf den blauen Truck der Futter Flotte zu, der neben Pulled Beef auch Cheesesteak und Porchetta an den Mann und die Frau brachte. Wo Pulled Beef ruft, sag ich nicht Nein. Never. Kinners, ich sach euch, sowas zartes bekommt man nicht alle Tage. Von dem leckeren Sandwich mit dem saftigen Fleisch, das einfach auf der Zunge zergeht hätte ich gleich ein paar mehr essen können!

Pulled Beef Sandwich beim Street Food Festival in Köln

Doch dann wäre in meinem Bauch kein Platz mehr für diesen wundervollen Burger gewesen. Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich für einen guten Burger immer zu haben bin? Köln ist eine hervorragende Stadt, was 1A Burgerjoints angeht und inzwischen würde ich mich schon als verwöhnt beschreiben. Kein Wunder, dass ich bei den Schlagwörtern „Bio-Rindfleisch aus der Region“, „gegen Massentierhaltung“ und „alles hausgemacht“ hellhörig werde. Der Foodtruck von Raph’s BBQ hat mich also angezogen wie Motten das Licht. Die Auswahl hat mich ein bisschen bedauern lassen, dass wir nicht mit mehr Leuten unterwegs waren, sonst hätten wir uns von allem etwas bestellen können. Wie zum Beispiel den absolut spannend klingenden Peanut Butter Bacon Burger. OMG! Oder die St.Louis Ribs. Oder das Texas Chili. Oder das Brisket Cheesesteak Sandwich…. Ich muss sie alle noch probieren, wenn der Truck mal in der Nähe meines Arbeitsplatzes Halt macht. Auf dem Street Food Festival wurde es dann der Surf ‘n Turf Burger mit knackigen Shrimps und einer großartigen Soße. Und mal ganz ehrlich: Sieht dieses Prachtstück nicht aus, als wäre es durch und durch saftig und als würde man sich beim Essen ein weing einsauen? Ja und ja, und genau das macht einen guten Burger aus.

Surf n Turf Burger auf dem Street Food Festival Köln

Warum passt in einen Magen nur so wenig rein, wenn man doch so viel probieren möchte? Was ist mit den Deep Fried Snickers von Der kleine Munchkin, dem Homemade Marshmallow von Miss Marshmallow oder dem japanischen Curry von dem Stand da drüben? Was ist mit den Burritos, dem Cidre Steak und diesen verlockend duftenden, senegalesischen Leckerbissen? Doch keine Chance, ich war so voll, ich hätte nicht mal mein Rad gebraucht, um nach Hause zu rollen. Dafür habe ich jetzt auf jeden Fall viele coole Foodtrucks im Auge, die Köln (und meine Hüften) unsicher machen, ganz abgesehen vom Datum des nächsten Street Food Festivals in Köln, das ist nämlich schon am letzten Februar-Wochenende.

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3 Gedanken zu „Im Futterrausch: Das Street Food Festival in Köln

  1. Und ich dachte schon….du hättest das cupcäiken aufgegeben, machte mir Sorgen noch und nöcher. Aber ok, nun ist Nippes dran! Wir sind gespannt.

  2. Na dann los und Nippes unsicher machen… Herzlichen Glückwunsch zu Deiner neuen Wohnung!
    Toll…und der Bericht über das Street Food Festival ist super. Ich wusste nicht, dass es das in Köln gibt. Da wird doch gleich Herr Google mal befragt, damit ich Ende Februar dort auch aufschlagen kann. Nach Deinen Fotos lohnt sich die Anreise aus der Nähe von Frankfurt allemal und ich finde Köln eh super!
    Vielen Dank für Deine Impressionen 😉
    Liebe Grüße von Tanja

  3. Oh ja, wie toll…ich werde im Februar auch zum Streetfood-Festival nach Köln reisen und freu mich schon riesig! Deine Bilder machen noch mehr Lust drauf…danke, dafür 😉
    Herzliche Grüße,
    die Dani von TASTEaround

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