Pink Ombre Cake für Oma

Am Wochenende war Familiengathering bei Oma angesagt. Das bedeutet immer einen nicht zu unterschätzenden Haufen Menschen. Diesmal war das Motto „Oktoberfest“ – nicht zuletzt auch, weil sich dieses Wort für ein Wortspiel mit dem Familiennachnamen „Omalicherseits“geradezu aufdrängt. Ich habe natürlich meiner Oma versprochen, mich um den Nachtisch zu kümmern. Versteht sich jawohl von selbst. Nur am Thema „Oktoberfest“ und „Bayern“ hab ich mich dabei ein kleines bisschen vorbeigeschummelt… den Pink Ombre Cake wollte ich nämlich schon ausprobieren, seit ich im Juli stolz wie Oskar die neue Lecker Bakery aus dem Kiosk getragen habe. Ich mein, ich hätt ja auch einen Bavaria-Blue Ombre Cake draus machen können, aber a) ich bin immer noch Mädchen und b) blaues Essen ist für meinen Geschmack etwas zu befremdlich und c) es ist PINK!

PINKOMBRECAKE

Also alles fürs Backen eingekauft was nicht ohnehin im Haus war und schon konnte es losgehen. Bei so neuen Backprojekten werd ich ja immer ganz aufgeregt und hüpfig bis ich endlich alles andere stehen und liegen lassen kann.

Wer auch mal einen Pink (oder was auch immer) Ombre Cake machen möchte und nicht zufällig die Lecker Bakery zuhause liegen hat, der folge meiner bescheidenen Anleitung. Ich würde empfehlen, die Torte auf Backpapier und Cakeboard (eine feste Papptortenunterlage; man kann sich ja auch schnell eine basteln und mit Alufolie umwickeln) fertig zu stellen, so kann man sie hinterher noch bewegen.

Das brauchts für einen PINK OMBRE CAKE:

18cm Springform

300 g weiche Butter
280 g Rohrzucker
6 Bio-Eier
50 ml Buttermilch
10 g Vanille (Mark o. natürliches Aroma)
1 TL Backpulver
1 TL Natron
1 Prise Salz
220 g Mehl
100 g Speisestärke
rote Lebensmittelpaste (z.B. von Sugarflair)
200 g Marmelade (Erdbeer, Johannisbeer, Kirsch…)
8-10 Himbeeren zur Dekoration

Cream Cheese Frosting, Rezept siehe hier

So wirds gemacht

  1. Den Backofen auf 180°C vorheizen. Die Springform mit Backpapier auslegen, den Rand leicht fetten. Mehl, Stärke, Backpulver, Salz und Natron in eine Schüssel sieben, beiseite stellen.
  2. Die Butter mit dem Schneebesen der Küchenmaschine 2-3 Minuten auf höchster Stufe weiß und fluffig schlagen. Langsam den Zucker einrieseln lassen, die Vanille hinzufügen und weitere 2-3 Minuten schlagen. Jetzt nach und nach die Eier zugeben und gut einarbeiten. Abwechselnd die Mehlmischung und Buttermilch zugeben, bis alles aufgebraucht ist.
  3. Den Teig gleichmäßig in vier Portionen aufteilen. Eine Portion bleibt ungefärbt, der Rest wird mit der Speisefarbe aufsteigend intensiv eingefärbt. DSC_6096
  4. Die erste Protion Teig in die Springform geben, glatt streichen und für ca. 25 min. backen, oder bis ein in den Teig gesteckter Holzspieß teigfrei bleibt. Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen, aus der Form nehmen. Die Form reinigen und wieder mit Backpapier auslegen. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren. Die Kuchenböden auf einem Kuchengitter gut auskühlen lassen. Wenn nötig die Kuchenböden mit dem Messer etwas begradigen.
  5. Die Kuchenböden aufeinander stapeln, beginnend mit dem dunkelsten Boden. Zwischen die einzelnen Lagen reichlich Marmelade verteilen. Sollten die Böden an einigen Stellen einen ungleichmäßigen Rand bilden kann man hier auch noch einmal mit dem Messer etwas begradigen. Den Kuchen gut abdecken und kalt stellen.
  6. Das Cream Cheese Frosting zubereiten. Die Torte dünn mit Frosting bedecken, so dass alle verbleibenden Unebenheiten ausgefüllt sind. Nun das verbleibende Frosting entweder mit einer Spritztülle oder einem Messer / Löffel auftragen. Wer möchte, färbt einen kleinen Teil des Frostings für schöne Farbverläufe. Ich habe die untersten 2 cm mit gefärbtem Frosting bedeckt und dann mit dem Messer mit wenig Druck aber flott nach oben über das weiße Frosting gezogen.
  7. Die Torte noch mit Himbeeren bestücken, fertig. Hält gekühlt 3-4 Tage.

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Tja, nur wie ich die Torte zu Oma kriegen sollte war mir noch ein kleines Rätsel.  Ich hab in der Küche Transportboxen für mindestens 75 Cupcakes, eine Tortenglocke „to go“ allerdings nicht. Also rauf aufs Rad und ab zu „Einmal hin, alles drin“, Tortenglocke kaufen. Als ich dann die vier Lagen Teig gebacken und probeweise übereinander gelegt hatte, schwante mir so ein bisschen dass das mit der Höhe etwas knapp werden könnte. Wurde es auch. Meine neue Tortenglocke ist (zum Glück und natürlich völliger Zufall) so gewitzt dass man den Boden auch umdrehen kann. Der ist dann etwas tiefer, und die Haube lässt sich immernoch festklicken. Manchmal muss man eben Schwein haben…. Als der die Torte verspeist war wurde die leere Kuchenglocke dann mit den übrig gebliebenen Leckereien des Bayrischen Buffets gefüllt. Für’s Abendessen war gesorgt. Auch noch am nächsten Tag.

20 Minuten vor geplanter Abfahrt fällt mir natürlich noch ein, dass ich so ein schönes Banner bauen könnte. Das hat natürlich Vorrang, Zeitplanung ist in solchen Fällen ja ohnehin eher als ungefährer Richtwert zu betrachten. Also musste der Rest der Autobesetzung eben warten, bis der Entwurf- wie Produktionsprozess abgeschlossen war.

Natürlich reicht so eine 18 cm Torte lange nicht für einen Riesenhaufen Familienmitglieder. Auch nicht wenn sie aus vier Lagen Teig besteht.  Dazu gabs dann noch jede Menge Guinness-Schoko-Cupcakes mit Black Currant Füllung und kleine Baiserwölkchen mit einer Creme aus weißer Schokolade. Was hinterher noch übrig war? Krümel…

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8 Gedanken zu „Pink Ombre Cake für Oma

  1. Die sieht wirklich klasse aus. Ich überlege auch schon länger mal so eine zu machen, aber brauche erstmal gute Lebensmittelfarbe dafür. Aber der Effekt ist so klasse beim Anschneiden!!

    • Liebe Nadine,

      trau dich, es wird sich lohnen. Ich würde dir Pastenfarben empfehlen, ich nehme gerne die von Sugarflair. Gibts z.B. bei Amazon für ein paar Euro. Die muss man auch sparsam dosieren, da sie sehr ergiebig sind. Die Investition lohnt sich! Lass mich wissen wie sie dir gelungen ist 😀

  2. *LOL* Das ist gut; ich habe den gleichen Ombre-Cake im August für meine Mutti gebacken. Der macht echt viel her und ist gar nicht soooo schwer zu machen, oder?

    Du hast einen super hübschen Blog und hast du nicht Lust bei meinem Give-Away mitzumachen? Es gibt Kusmi-Tee zu gewinnen!

    Schau einfach mal vorbei – du brauchst nur etwas Glück und dein liebstes Herbstrezept. 😉

    http://christinamachtwas.blogspot.de/2013/10/HerbstGiveAway.html

    Liebe Grüße
    Christina

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