Merry Berry: Himbeereis mit Rotwein

Ich habe ja schon einmal erwähnt, dass das letzte Geburtstagsgeschenk, das ich verschenkt habe, eine Schlemmerbox war. Und die war natürlich prall gefüllt mit vielen, natürlich selbstgemachten Leckereien süßer und herzhafter Natur. Beim ersten Anlauf war allerdings die Schlemmerbox so vollgestopft, dass sie aus allen Nähten platzte. Und dabei hatte ich noch nicht einmal alles darin unter gebracht. Also musste ich die Kiste, in der ich alles verschenken wollte, wieder zurück bringen. Sie war schlichtweg zu klein. Ich habe also in letzter Minute die Bremer City nach einem größeren Behältnis durchforstet. Gar nicht so einfach, denn die meisten Kisten in der richtigen Größe wären so hoch gewesen, dass man die ganzen leckeren Sachen garnicht schön hätte hinein drapieren können. Jedenfalls nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte. Letztlich bin ich aber doch noch fündig geworden. Puh!

In diese nun passende Kiste wanderten dann auch diese zwei hübschen Becher Himbeereis mit Rotwein. Das Rezept stammt von mir, basiert aber auf einem Buch, das ich schon Jahre hatte, bevor ich letztes Jahr meine schicke Eismaschine zum Geburtstag geschenkt bekam: Ben & Jerry’s Ice Cream & Dessert Book. Ich konnte es vorher nie so wirklich benutzen. Zwar enthält es auch echt gute Cookie-Rezepte und ein halbwegs brauchbares Brownie-Rezept, allerdings lohnt es sich erst wirklich, wenn man auch eine Eismaschine hat und diese ganzen leckeren Eissorten selber machen kann. Allein 3 verschiedene Basisrezepte für Schokoladeneis und 8 Variationen lassen Schocaholic-Träume wahr werden. There’s Chocolate Cinnamon, Chocolate Mint, Chocolate Peanut Butter….. Seufz. Oder so schöne Candy-Ice Cream Kombinationen wie Vanilla Oreo oder Kit Kat. Fruchteis fehlt in diesem schön illustrierten Büchlein natürlich auch nicht. Neben Klassikern gibt es Rezepte wie Apple Strawberry, Banana Fudge Chunk oder Coconut Cantaloupe. Himbeereis ist witzigerweise nicht Inhalt des Buches, allerdings gibt es für nicht aufgeführte Fruchtsorten Angaben zum Frucht : Zucker Verhältnis, basierend auf der Säure/Fruchtzucker-Menge der Frucht des Verlangens. Für Himbeeren wird ein Verhältnis von 2 : 1 empfohlen. Ich nehme allerdings lieber etwas weniger Zucker. Ach so: das Buch gibts übrigens auch auf Deutsch.

Für mich ist natürlich auch noch jede Menge Eis übrig geblieben, denn ein Rezept ergibt einen sehr großzügigen Liter leckerste Eiskrem. Mr. J. nimmt keinerlei Alkohol zu sich, also trug ich allein die schwere Bürde, das Eis genüsslich wegzuschlecken. Aber Achtung: Selbst gemachtes Eis verdirbt einem jede Eisdiele! Denn selbst das Eis eures Lieblings-Eisladens wird nie mehr so gut schmecken wie vorher. True Story.

sommerliebe

Hat man erst einmal eine Eismaschine, wird Eis selber machen kinderleicht. Im Grunde ist es wie Backen, nur dass man es hinterher nicht heiß, sondern so richtig kalt macht.

Sollte euch das Eis nicht genug nach Rotwein schmecken, kann man die Menge noch etwas erhöhen. Wenn man sein Eis  mit Alkohol verfeinern möchte, sollte man eine Sache auf jeden Fall wissen: Alkohol setzt den Gefrierpunktes der Eismasse hinab. Je höher der Alkoholgehalt und je mehr Alkohol zugesetzt wird, desto niedriger wird der Gefrierpunkt. Gibt man zuviel hinzu, ist auch eine Eismaschine nicht mehr in der Lage, dem Eis seine feste Konsistenz zu verleihen. Mit Pech muss man dann eine Suppe löffeln….  Daher sollte man sich vorsichtig an die richtige Alkoholmenge herantasten.

Das brauchts für einen großzügigen Liter

300 g TK-Himbeeren
125 ml fruchtiger Rotwein
1 EL Zitronensaft
200 g Rohrzucker
2 Bio-Eier, Gr. L
400 ml Schlagsahne
200 ml Milch

So wirds gemacht

  1. Die tiefgekühlten Himbeeren in eine Schale geben und mit dem Rotwein übergießen. So auftauen lassen.
  2. Den Rotwein-Himbeersaft in eine zweite Schüssel geben und 3/4 der aufgetauten Himbeeren hinein passieren. Mit 100 g des Zuckers und dem Zitronensaft verrühren.
  3. Die Eier über 1-2 Minuten schön schaumig schlagen, dann nach und nach den restlichen Zucker (100 g) zugeben. Für mindestens 1 Minute weiter schlagen, so dass eine homogene Masse entsteht.
  4. Die Milch und die Sahne dazu geben. Nicht erschrecken, die Masse wird jetzt wieder ganz schön flüssig.
  5. Die passierten Himbeeren dazu geben und alles noch einmal ordentlich durchrühren.
  6. Den Behälter der Eismaschine zu maximal 2/3 mit der Eismasse füllen. Ich muss bei der Menge meist zwei Durchgänge machen. Einschalten und  nach Herstellerangaben laufen lassen. Bei mir dauerts meist um die 50 Minuten.
  7. Ca. 2 Min. vor Ende ein paar ganze Himbeeren mit dazu geben, oder schnell unterheben wenn die Eismasse umgefüllt wird.

Ich stelle meist die Tupperdosen, in dem ich mein Eis aufzubewahren gedenke, schon in den Eisschrank sobald ich die Eismaschine eingeschaltet habe. Dann schmilzt es nicht ganz so schnell beim umfüllen.

Das tolle an selbstgemachtem Eis ist neben dem umwerfenden Geschmack auch noch eine super-cremige Konsistenz. Ist es ganz frisch, versinkt der Löffel regelrecht im Eis.

Zum Servieren das Eis in eine Schale füllen, etwas Rotwein darüber gießen und mit ein paar Himbeeren garnieren.

Advertisements

4 Gedanken zu „Merry Berry: Himbeereis mit Rotwein

  1. Liebe Anna,

    das Rezept klingt wirklich wahnsinnig lecker – wenn das kein Grund ist, sich endlich eine Eismaschine anzuschaffen 🙂 Das Risiko, dass ich meine Lieblingseisdiele danach nicht mehr ganz so lieb habe, wäre ich gerne bereit einzugehen…

    Dein Blog gefällt mir wirklich gut, so schöne Rezepte und tolle Bilder!

    Ganz viele liebe Grüße!
    Sarah

    • 😀 Das freut mich zu hören! Und ja, die Anschaffung einer Eismaschine lohnt sich wirklich! …man kann sie sich ja auch schenken lassen! Ich kann es jedenfalls nur empfehlen!
      Liebe Grüße, Anna

  2. Ich habe das Buch auch, aber leider noch nichts daraus ausprobiert. Werde es jetzt aber mal wieder hervorkramen und reinschauen und… vielleicht ja sogar etwas leckeres daraus machen! Danke für die Erinnerung!
    Dein Eis schaut toll und superlecker aus!
    LG
    Silke

    • Liebe Silke,

      immer wieder gern 🙂 Ich war bisher immer mit allen Rezepten absolut zufrieden, und das Buch bietet einem viele Anregungen zum Experimentieren. Am liebsten mag ich das Schokoladeneis, da mache ich meist immer noch etwas mehr Schoki rein als im Rezept steht. Yummy. 😀

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s